Allen Lesern ein Frohes Fest!

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern von Interessante Zeiten ein gesegnetes Weihnachtsfest! Lassen Sie es sich gut gehen.

In den letzten Wochen habe ich auf Interessante Zeiten nichts mehr veröffentlicht. Momentan fließt meine ganze Energie in das Toolblog und in Takin’ the Minutes. Das heißt aber nicht, dass Interessante Zeiten eingestellt wird. Die Planung einer neuen Website und damit verbunden die Neuorganisation meines ersten Weblogs steht bei mir für das neue Jahr ganz oben auf der Agenda.

Bis dann noch einmal ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Ihr
Stephan List

Die 50 besten Erfindungen des Jahres

 

[via QuickOnlineTips]

Bohemian Rapsody

 

[via Mashable]

Ein Leserbrief zum dreigliedrigen Schulsystem

In einem Leserbrief, der in der heutigen Ausgabe der SchwäZ veröffentlicht wurde, schreibt ein Herr Lins aus Horgenzell:

Die Schüler in unserem Land haben durch unser System die besten Lebenschancen in Deutschland, sie müssen ihre Chancen nur nutzen.

Ist das jetzt Zynismus oder Unkenntnis?

Nachtrag: Es scheint sich um Zynismus zu handeln, ich hätte vorher recherchieren sollen.

Nichtöffentliche Sitzung über Alkohol- und Aufenthaltsverbote

Mit der Zeit macht es müde, darüber zu schreiben. Mich würde einmal interessieren, ob Ravensburg in der Anzahl der nichtöffentlichen Sitzungen den Rekord hält. Diesmal: Sitzung des Verwaltungsausschusses des Gemeinderats zu den Alkohol- und Aufenthaltsverbote. Aus dem Bericht der Schwäbischen Zeitung heute:

Termin dieser Sitzung ist schon heute. Warum das heiß diskutierte Thema zuerst hinter verschlossenen Türen behandelt und erst am 30. November oder 14. Dezember öffentlich in den Gemeinderat kommt, wollte Kraus [der Erste Bürgermeister von Ravensburg] nicht im Detail erläutern. Die nichtöffentliche Vorberatung im Ausschuss, so Kraus, sei der Regelfall.

Da sind wir ja ausnahmsweise einer Meinung. Ich habe auch den Eindruck, dass nichtöffentliche Beratungen in Ravensburg der Regelfall sind. Ein Jammer, denn schon ein Blick ins benachbarte Vorarlberg zeigt, wie Bürgerpartizipation aussehen kann. Allerdings bin ich skeptisch. Ich glaube nicht, das ich so etwas in Oberschwaben noch erleben werde. Schließlich bin ich auch schon 50 Jahre alt.

Die Enzyklopädie des Toilettenpapiers

Das muss mir als ehemaligem Papiermacher natürlich sofort ins Auge fallen: The Toilet Paper Encyclopedia. Seit 2001 sammelt Kenn Fischburg alles Wissenswerte rund um dieses unverzichtbare Utensil. Sie finden Informationen zu Geschichte, Herstellern u.v.m. Es ist manchmal schon merkwürdig. Da gibt es Erfindungen, die werden als spektakulär oder gar bahnbrechend gefeiert, obwohl sie nur einen geringen Einfluss auf unser Alltagsleben haben. Bei anderen Erfindungen ist es genau umgekehrt. Im Gegensatz zu den Druckpapieren bin ich mir auch ziemlich sicher, dass Hygienepapier uns noch eine ganze Weile begleiten werden. Ich kann mir kaum vorstellen, mir mit einem Motherboard den H…. – Sie wissen schon. Und virtuell wird das auch nicht gehen.

[via Presurfer]

Bilder von einer Irlandreise – Von Allihies nach Portmagee

Kartenbild


www.flickr.com

Diskussion mit (?) den Wählern

Morgen lädt unser Heimatblatt zu einem Diskussionsabend mit den Kandidaten zur Bundestagswahl 2009 ins Schloss zu Amtzell. Aus der Ankündigung:

Die Leser haben die Möglichkeit, ihre Fragen an die Kandidaten direkt loszuwerden. Schicken Sie der Redaktion Ihre Frage, wir werden die Politiker damit konfrontieren. Senden Sie uns dazu einfach eine E-Mail mit Ihrer Frage und der Angabe, an wen sich diese richtet, an rv@schwaebische-zeitung.de. Wer den Postweg wählen möchte, schreibt an die SZ, Gartenstraße 33, 88212 Ravensburg.

Man soll also die Fragen Tage vorher einreichen, irgendwer von der Schwäbischen Zeitung filtert sie dann und reicht die gefilterten Fragen an die entsprechenden Kandidaten weiter. Wenig Raum für Spontaneität also, nichts wird dem Zufall überlassen, alles unter Kontrolle. Hier wird die Symbiose deutlich, die die klassische Presse und die Politik miteinander eingegangen sind. Presse schützt Politik vor dem unberechenbaren Wahlvolk und sichert sich dafür das Wohlgefallen.

Es könnte auch anders laufen. Gestern habe ich den Medienmittwoch im Internet angesehen. Direktübertragung via Livestream. Dort gab es ein Podium mit einem Moderator, dann das Publikum mit noch einem Moderator, so dass auch direkt Fragen an die Diskutierenden gestellt werden konnten. Und im Hintergrund lief die Twitterwall, auf deren Bemerkungen auch eingegangen wurde. Wann kommt so etwas in Oberschwaben? Ich bin gerade 50 geworden. Ich habe Angst, dass ich das nicht mehr erleben werde oder vorher die Demokratie mangels Interesse geschlossen wird.

BTW: Sie werden nach Hinweisen zu dieser Veranstaltung im Internet lange suchen müssen…

Freiheit statt Angst

Wenn Sie am Samstag in Berlin sind: Freiheit statt Angst, die Demonstration.

Zugabe

Nach einem, wie ich fand, unsäglichen Konzert des Saxophonisten David Sanborn, bei dem ich früher gegangen war, habe ich mich während der Heimfahrt gefragt, wer eigentlich wem nach dem Konzert eine Zugabe gibt. Die herrschende Meinung ist ja die, dass der Künstler dem Publikum eine Zugabe gibt. Er arbeitet für die gleiche Gage länger und tut damit dem Auditorium einen Gefallen. Ich finde, man kann es auch umgekehrt sehen: Der Künstler ist so gut, dass ich ihm ohne Reue meine kostbare Zeit opfere. Er gibt also nicht mir eine Zugabe, sondern ich ihm. Eine Konzertkritik würde dann schließen: “Der Auftritt war brillant, das Publikum gab dem Künstler drei Zugaben.” Nun gut, ich gebe zu, der Gedanke ist etwas schräg, aber ab und zu soll Querdenken ja nicht schaden.

Surviving The World macht sich seine eigenen Gedanken dazu: Encores. Wo nimmt der Mann die vielen Einfällen her? :-)

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