Abschiedsvorlesung von Prof. Schulz von Thun

Über das Wochenende hat es die Twitterwelt von den Dächern gezwitschert: Friedemann Schulz von Thun hat seine Abschiedsvorlesung gehalten. Hier können Sie den Vortrag anschauen. Wir Trainer, Organisationsentwickler, Coaches wünschen Friedemann Schulz von Thun alles Gute. Hoffentlich wird es ein produktiver Unruhestand. Das wäre gut für uns. ;-)

Die Welt der Psychologie

Wenn Sie sich für Psychologie interessieren, dann ist PsychCentral sicher eine der ergiebigsten Quellen und ideal als Ausgangspunkt für weitere Recherchen. Aus der Beschreibung des Angebots:

The Internet’s largest and oldest independent mental health network, providing reliable, trusted information & self-help support communities for over 14 years.

Wahrhaftig ein hoher Anspruch und Zeichen dafür, dass die Macher nicht an mangelndem Selbstvertrauen leiden. Dennoch: Bei der Fülle des Angebots ist die Aussage sicher nicht zu hoch gegriffen. Sie finden eine Menge Tipps, Hinweise und Informationen zu Gebieten wie Angst und Panik, Essstörungen, Schlafproblemen und anderen Problemkreisen. Also durchaus hilfreich auch und gerade für den interessierten Laien.

[via Presurfer]

Selbstlernkurs zur Transaktionsanalyse

Ich komme zwar nicht aus dieser Schule, konnte mich aber für die Transaktionsanalyse nach Eric Berne schon immer erwärmen. Sie bietet die Möglichkeit, viele Interaktionsmuster (Transaktionen) im Alltag plausibel und anschaulich zu beschreiben, manchmal auch zu erklären. Wenn Sie sich näher mit diesem interessanten Ansatz beschäftigen möchten, dann kann ich Ihnen TA Tutor empfehlen. Sie finden dort eine Fülle von Informationen über Eric Berne und die Transaktionsanalyse. Viele Beiträge können Sie sogar als pdf-Datei herunterladen. Die Aufmachung der Website ist sicher nicht das Gelbe, der Inhalt schon.

Wie man die Welt überlebt

Dieses Weblog ist wirklich cool, wie meine amerikanischen Freunde sagen würden: Surviving The World. Dante Shepherd hat auf mittlerweile 355 täglichen (!) Lektionen zusammengestellt, wie man am besten über die Runden kommt. Eine Fülle kleiner Weisheiten. Kommt bei mir sofort auf die Blogroll. Hier die Lektion über die unmittelbare Zukunft:

Moralische Dilemmata

Laut Wikipedia ist ein Dilemma

eine Situation, die zwei Wahlmöglichkeiten bietet, welche beide zu einem unerwünschten Resultat führen. Es wird durch seine Ausweglosigkeit als paradox empfunden.

Besonders kniffelig sind moralische oder ethische Dilemmata. Ich möchte kein Richter sein, der über derartige Dilemmata befinden muss. Erinnert sei nur an die Verhandlung des BVG über den Gesetzentwurf, der den Abschuss einer entführten Verkehrsmaschine in einer Situation á la 9/11 regeln sollte. Kelley L. Ross hat auf einer Website einige moralische Dilemmata gesammelt: Some Moral Dilemmas. Sie finden hier mehr oder weniger bekannte Beispiele, wie das vom überfüllten Rettungsboot, das immer wieder als Übung in gruppendynamischen Seminaren simuliert wird, oder die Folter des verrückten Bombenlegers. Letzteres war ja das Muster im Entführungsfall Jakob von Metzler, der zu einer breiten Debatte in der deutschen Öffentlichkeit führte. Ross hat sich auf seiner Seite auch mit der Struktur ethischer Dilemmata beschäftigt: The Generalized Structure of Moral/Ethical Dilemmas. Antiken Dichtern diente derartiges als Vorlage für unsterbliche Tragödien.

Mitarbeiter entlassen - Wie macht man das eigentlich?

Heute wurde wieder über steigende Arbeitslosenzahlen spekuliert, eine schlechte Prognose jagt die andere. Was oft in den Nachrichten zu kurz kommt: Hinter den nackten Zahlen verbergen sich Einzelschicksale, verbergen sich Gesichter. Arbeitslose hatten einmal Arbeit, bevor sie sie verloren. Und eigentlich “verliert” man Arbeit auch nicht, sondern man wird entlassen. In den Nachrichten heißt es immer “Firma XY entlässt” soundso viel Mitarbeiter. Das ist auch nur die halbe Wahrheit, denn es sind Menschen, die die schlechte Botschaft überbringen müssen. Und oft genug sind dies andere als die, die über die Entlassungen entschieden haben.

Obwohl Entlassungen tagtäglich vorgenommen werden, werden Sie wenig in der Literatur über Mitarbeitergespräche darüber finden. Eine Frage, die unter die Haut geht: Wie führt man Trennungsgespräche so, dass man als Chef hinterher noch in den Spiegel schauen kann? Geht so etwas mit “Anstand” und wenn ja, wie? Klar, der Focus der Aufmerksamkeit liegt in der Regel auf der Befindlichkeit der Entlassenen, ich weiss aber von vielen Führungskräften, denen es gewaltig an die Nieren geht, wenn sie Mitarbeiter “abbauen” müssen.

Joe Falconer von Lifehack nimmt sich des Themas an: How to Fire Someone. Er schreibt:

Management is pretty easy for me, but I remember that one thing that got me at first was letting people go. It was hard, it sucked, and at first, I lost sleep over it. I am not the kind of guy who likes to displease people. For the record, it is still hard, it still sucks, and yeah, sometimes I still lose sleep over it.

Seine Hinweise fallen kurz aus, sind aber nachdenkenswert. Wie kommen Sie bei dieser unangenehmen Aufgabe über die Runden?

Fehlzeiten durch psychisch bedingte Erkrankungen nehmen zu

Kürzlich hatte ich ein Gespräch mit einem Betriebsarzt, der mir seine Sorgen bez. zunehmender psychischer Erkrankungen schilderte. Seine Aussagen finden ihre Bestätigung im Gesundheitsreport 8 der Techniker Krankenkasse. Demnach habe die Fehlzeiten insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 2,5 % zugenommen, die psychischen Erkrankungen verzeichnen einen Anstieg um 8,2 %. Depressionen werden als Einzeldiagnose besonders häufig genannt. Woran mag das liegen? Schlagen da Zukunftsängste aufs Gemüt oder nimmt die geistige oder gar seelische Beanspruchung am Arbeitsplatz zu? Man darf auf die Erklärungen der Fachleute gespannt sein. Und vor allem auf die Vorschläge, wie wir aus der Spirale wieder herauskommen.

Sie können den Gesundheitsreport als pdf-Datei herunterladen.

Über das Rationalisieren

Nein, ich meine hier nicht das Steigern der Effizienz in Wirtschafts- oder anderen Betrieben, sondern

kognitive Vorgänge, bei denen gemachten Erfahrungen, Erlebnissen oder Beobachtungen nachträglich (ex post) rationale Erklärungen zugeschrieben werden,

wie die allwissende Wikipedia schreibt. Man kann es auch anders ausdrücken. Beim Rationalisieren redet man sich mit vermeintlich vernünftigen Begründungen so lange besoffen, bis man selber daran glaubt. Dieses Verhalten ist vornehmlich bei Entscheidungen anzutreffen. Mein Tipp: Wenn Sie bei einer Entscheidung Bauchgrummeln verspüren, obwohl doch alle rationalen Argumente für sie sprechen, dann horchen Sie in sich hinein. Versuchen Sie zu entdecken oder zu erspüren, was an dieser Entscheidung faul sein könnte. Es könnte sich lohnen.

Vlad Dolezal hat einen längeren Artikel über das Rationalisieren geschrieben: Are You Rationalizing Your Decisions?

Einführung in die Transaktionsanalyse

Ultrakurz im Sinne einer Schnellbesohlung:

Denken sichtbar gemacht

Visible Thinking ist eine Lehr- und Lernmethode, die auf der einschlägigen Website so beschrieben wird:

Visible Thinking is a flexible and systematic research-based approach to integrating the development of students’ thinking with content learning across subject matters. An extensive and adaptable collection of practices, Visible Thinking has a double goal: on the one hand, to cultivate students’ thinking skills and dispositions, and, on the other, to deepen content learning.

Auf der Website wird eine Fülle von Material zur Philosophie und zur Methodik dieses Ansatzes bereitgestellt. Praxisbeispiele machen die Informationen anschaulich. Obwohl die Methode vornehmlich für Schulen gedacht ist, ist sie auch für den Weiterbildner in der Erwachsenenbildung äußerst nützlich.

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