Bücher zum Copyright

Heute hat mir der Briefträger zwei Bücher gebracht, die ich den werten Lesern nicht vorenthalten möchte. Vielleicht geht es Ihnen wir mir. Bislang verfolge ich die Debatten um das Urheberrecht im allgemeinen und im Internet im besonderen lediglich als Zaungast. Kurz und gut: Ich habe wenig Ahnung. Um das zu ändern, habe ich bei der Bundeszentrale für politische Bildung zwei Bücher bestellt, die mir etwas Licht ins Dunkel bringen sollen.

  1. Jeanette Hoffmann (Hrsg.) Wissen und Eigentum. Geschichte, Recht und Ökonomie stoffloser Güter
  2. Valie Djordjevic: et. al.: Urheberrecht im Alltag. Kopieren, bearbeiten, selber machen.

Während das Buch von Hoffmann in einzelnen Artikeln den Hintergrund der Diskussion abbildet, ist das Buch von Djordjevic & Co besonders für den Praktiker interessant. Man kann hier gezielt nachschlagen, was einen betrifft oder interessiert. Zum Thema gibt es bei der Bundeszentrale auch ein umfangreiches Dossier.

Die Bücher kosten nahezu nichts, wenn es wirklich ganz kostenlos sein soll, dann können Sie sie auch als pdf-Dateien herunterladen (Hoffmann, Djordjevic). Ach so: Beide Bücher stehen unter der Creative Commons Lizenz.

Links zu den Büchern von Peter Senge

Eines der Bücher, die mich während meines zweiten Lebens als Organisationsberater am meisten inspiriert haben, ist das “Fieldbook zur 5. Disziplin” von Peter Senge. Es hat seine Fortsetzung gefunden in “The Dance of Change”. In beiden Werken findet der Change Agent, wie es neudeutsch heißt, ein Vielzahl von Anregungen und praktischen Übungen. Auf der Website zum Fieldbook gibt es im übrigen eine Linksammlung mit den in den Büchern zitierten Quellen. Die Links dürften auch dann interessant sein, wenn Sie die Bücher noch nicht gelesen haben:

Für mich sind beide Bücher, insbesondere aber das Fieldbook, ein absolutes Muss.


Ein Buch zur Arbeitssicherheit

Momentan beschäftige ich mich etwas intensiver mit dem Thema Arbeitssicherheit. Schließlich ist die Arbeitssicherheit ja ein integraler Bestandteil der Unternehmensqualität. Und letztere liegt mir besonders am Herzen. Aus diesem Grund habe ich mir den Schmöker von Jürgen Schliephacke “Führungswissen Arbeitssicherheit” gekauft. Mir ging es vor allem um den Bezug der Arbeitsicherheit zur Mitarbeiterführung. Leichter Tobak ist die Lektüre nicht, das Buch hat ein Jurist geschrieben. Da werden dem Leser die Paragraphen um die Ohren gehauen, dass es einem schwindelig wird. Da heißt es Zähne zusammenbeißen und durchhalten bis Kapitel 5: Arbeitsschutz als Teil der Unternehmensstrategie. Kein Wunder, dass sich die Praktiker mit Grausen abwenden, den Paragraphenwust muss man schon mögen.

Das Management als Tierpark

Zumindest könnte man auf die Idee kommen, wenn man die Titel vieler Wirtschaftsbücher betrachtet. Interessant, von welchen Viechern Manager lernen können: Kakerlaken, Ratten, Mäusen…

Falls Sie über einen anderen zoologischen Titel gestolpert sind, lassen Sie es mich wissen.

BTW: Der nächste Runde geht wohl an das Management als Kindergarten, in den Regalen kursiert das “Pippilotta-Prinzip: Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt”. So ein Unsinn.

Auf den Spuren Watzlawicks

Palo Alto war die Wahlheimat von Paul Watzlawick, der einen Lehrstuhl an der hier beheimateten Stanford University innehatte. Die Stadt gab auch der Palo-Alto-Gruppe den Namen, in denen neben Watzlawick auch andere namhafte Wissenschaftler ihre Modelle zur Kommunikation entwickelten. Man kann es da schon aushalten… ;-)


www.flickr.com

Paul Watzlawick hat auch ein Buch über die USA geschrieben, wie viele seiner Werke mittlerweile ein Klassiker. Das werde ich mir demnächst mal zu Gemüte führen.

Kollegiale Beratung

Coaching ohne Coach, so könnte man die Kollegiale (Fall-) Beratung (Intervision) beschreiben. Nach einer festen Vorgehensweise tauschen sich die Teilnehmer über anstehende Problemfälle aus, unterstützen sich gegenseitig und geben Lösungshinweise aus ihrem eigenen Erfahrungshintergrund. Im sozialen Bereich und im Schulwesen ist die Kollegiale Beratung schon länger üblich, in der Wirtschaft setzt sie sich erst jetzt nach und nach durch. Der offene Umgang mit Fehlern und das Zugeben-Können von eigener Ratlosigkeit gehört nicht unbedingt zu den Merkmalen der Kommunikationskultur in unseren Betrieben. Aber wie gesagt, es tut sich was. Überall dort, wo ich mit Kollegialer Beratung gearbeitet habe, wurde sie von den beteiligten Führungskräften mit Begeisterung aufgenommern. Zur Erläuterung der Methode eine Linksammlung, wie immer ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

 

Bücher gibt es natürlich auch:

Interpretatio Mundi - Wie deuten Wissenschaften Ihre Welt?

Unter diesem Titel findet an der TU Dresden eine Konferenz statt, auf der interdisziplinär die Deutungsvarianten diskutiert werden sollen. Ich finde dies ein spannendes Thema, spätestens seit ich das faszinierende Buch von Ludwik Fleck über Denkstile und -kollektive gelesen habe. Schade, ich wäre gerne dabei gewesen.

[via buergeruni.de]

Die Gallerie der Denker

Wenn Sie einen kurzen Abriss über Leben und Werk von Menschen benötigen, die die “informal education” maßgeblich beeinflusst haben, dann werden Sie sich auf der Website “encyclopaedia of informal education” fündig. Hier gibt es informative Artikel über Hannah Arendt bis Basil Yeaxlee. Wenn Sie mehr an den zugrundeliegenden Konzepten interessiert sind, dann stöbern Sie bei den “ideas“. Erklärt werden Begriffe wie Action Research oder Organizational Learning.

Klassiker der Psychologie

Christopher D. Green von der York University in Toronto widmet den Klassikern der Psychologie eine eigene Website: Classics In The History Of Psychology. Sie finden dort eine Fülle von Originaltexten geordnet nach Autor und Thema. Sie finden tatsächlich das ganze Spektrum, von Aristoteles bis zur Neuropsychologie. Für den Einstieg findet der interessierte Leser auch eine Empfehlung zur ersten Lektüre mit entsprechenden Zusammenfassungen. Eine wahre Fundgrube!

Kabarett - Selbst gemacht

Spätestens seit den letzten Amtsjahren des Pfälzer Kanzlers stößt mir Politik sauer auf. Mittlerweile kann ich das politische Tagesgeschehen nur noch durch das Filter des Kabaretts ertragen. Aus diesem Grund besuchte ich vergangenen Samstag das Programm “Tür zu!” von Urban Priol. Fazit: Die Chance, noch irgendwo Karten zu bekommen, ist ziemlich gering. Zu recht, wie ich meine! Und wenn Sie dennoch irgendwie an die begehrten Tickets kommen können, dann gehen Sie hin. Wenn nicht, dann können Sie beim ZDF zu sämtlichen Sendungen aus der Reihe “Neues aus der Anstalt” nachsitzen.

Die Arbeit von Urban Priol und Kollegen kann ich gar nicht genug bewundern, denn gutes Kabarett zu machen wird heute immer schwerer. Schließlich versuchen sich die Politiker immer mehr und immer öfter selbst in der Kleinkunst. Manchmal so erfolgreich, dass ich mich frage, was da noch für die Profis übrigbleibt. Wenn Sie wissen möchten wie so etwas in Baden-Württemberg funktioniert, dann lesen Sie dieses Buch:

Am 25. April liest einer der Autoren im Ravensbuch. Mal sehen, ob unsere Heimatzeitung den Termin veröffentlicht. Wenn nicht, würde es mich nicht wundern. Schließlich ist die “Schwäbische” ja kein Satireblatt.

Nächste Seite »