Bücher zum Copyright

Heute hat mir der Briefträger zwei Bücher gebracht, die ich den werten Lesern nicht vorenthalten möchte. Vielleicht geht es Ihnen wir mir. Bislang verfolge ich die Debatten um das Urheberrecht im allgemeinen und im Internet im besonderen lediglich als Zaungast. Kurz und gut: Ich habe wenig Ahnung. Um das zu ändern, habe ich bei der Bundeszentrale für politische Bildung zwei Bücher bestellt, die mir etwas Licht ins Dunkel bringen sollen.

  1. Jeanette Hoffmann (Hrsg.) Wissen und Eigentum. Geschichte, Recht und Ökonomie stoffloser Güter
  2. Valie Djordjevic: et. al.: Urheberrecht im Alltag. Kopieren, bearbeiten, selber machen.

Während das Buch von Hoffmann in einzelnen Artikeln den Hintergrund der Diskussion abbildet, ist das Buch von Djordjevic & Co besonders für den Praktiker interessant. Man kann hier gezielt nachschlagen, was einen betrifft oder interessiert. Zum Thema gibt es bei der Bundeszentrale auch ein umfangreiches Dossier.

Die Bücher kosten nahezu nichts, wenn es wirklich ganz kostenlos sein soll, dann können Sie sie auch als pdf-Dateien herunterladen (Hoffmann, Djordjevic). Ach so: Beide Bücher stehen unter der Creative Commons Lizenz.

Die Quelle für Dokumentarfilme: Documentary Heaven

Früher habe ich gerne Spielfilme gesehen. Das ist schon lange her, denn mittlerweile sind Dokumentationen das, was ich am liebsten sehe. Denn nichts ist spannender als das reale, wahre, echte Leben. Nun gibt es für die Website für Fans wie mich: DocumentaryHeaven. Fein säuberlich in Kategorien eingeteilt, finden Sie dort Dokumentarfilme aus unterschiedlichsten Quellen im Internet. Das heißt, man kann die Filme sogar ins eigene Blog einbetten. Ich denke, dieses Angebot wird für mich eines der meistbesuchten im Netz werden. :cool:

Law and Disorder in Philadelphia

[via Mashable]

Die Riesenliste zu Web 2.0

Vor längerer Zeit gab es mal ein Angebot namens Listible. Auf ihr konnte man Listen anlegen (”ach was?”), die dann von anderen Zeitgenossen kommentiert und auch ergänzt werden konnten. Vielleicht war das auch der Grund, warum diese nützliche Anwendung wieder aus dem Netz genommen wurde. Die Spammer haben ihr wohl den Garaus gemacht.

Seinerzeit hatte ich eine Liste mit Programmen angelegt, mit denen man Getting Things Done rechnertechnisch anwenden konnte. Irgendwann habe ich doch die Pflege dieser Liste aufgegeben, ich hatte den Überblick verloren. Bob Stumpel war noch ambitionierter und hat eine Riesenliste mit web2.0-Angeboten veröffentlicht. Ich weiß nicht, ob Bob immer noch derjenige ist, der diese Liste pflegt. Auf jeden Fall haben die Leute, die das tun, meinen größten Respekt. Ich glaube, hier bleiben keine (Such-) Wünsche mehr offen.

Papiermacher Wiki

Donnerwetter, ich hätte nicht gedacht, dass es so etwas gibt: Papermakers’ Wiki. Und es ist wirklich ein Wiki im wahrsten Sinne, denn

Papermakers’ Wiki is a meeting place in the field pulp and paper. You are welcome to share your knowledge and ideas. Papermakers’ Wiki is open for everyone!

Es gibt auch ein Blog, ein Forum, einen Buchladen und andere Dinge rund um die Papiermacherei. Ich bin platt!

Laberkram bez. Social Media

Scott Berkin wendet sich mit einem interessanten Beitrag vor allem an die Mitmenschen, die gerade anfangen, sich mit “Social Media” zu beschäftigen: Calling bullshit on social media. Er geht auf einige Behauptungen ein, die im Zusammenhang mit Social Media des öfteren getan werden. Dabei stellt er folgende Thesen auf:

  • Wir hatten schon immer soziale Netzwerke (wer wollte das auch bestreiten)
  • Es gab immer schon Mundpropaganda und “authentische” Medienwerkzeuge (s.o.)
  • Neue Medien zerstören nicht notwendigerweise die alten
  • Neue-Medien-Berater sehen neue Medien naturgemäß verzerrt
  • Das Verhältnis Signal zu Rauschen ist immer das Problem
  • Alle Technologien haben zwei Seiten, Social Media machen da keine Ausnahme
  • Seine Sie mißtrauisch gegenüber Medien, die angeblich die Welt verändern
  • Fragen Sie immer: “Welches Problem will ich eigentlich lösen?”

Ich finde es ganz gut, wenn mal jemand dazu aufruft “den Ball flach zu halten”.

Alles über Twitter

So, noch einmal Twitter, aber dann ist erst einmal genug. Schließlich ist das hier kein Twitterblog. Wenn Sie sich in den letzten Tagen und Wochen gewundert haben, was Twitter eigentlich ist, aber niemanden zu fragen wagten, dann schauen Sie sich diese Präsentation an (ppt-Datei). Nach dem Studieren der insgesamt 56 Folien sind Sie umfassend informiert [via Business Communication]. Wenn Sie (zu Recht) nach dem Nutzen von Twitter fragen, dann finden Sie Hinweise bei Meryl K. Evans: 10 Uses for Twitter in Business und 50+ Writer Uses for Twitter.

Eine unschlagbare Schnellbesohlung zum Thema gibt wie immer Common Craft:

Lassen Sie uns wissen, wenn Sie ein Twitterkonto eröffnet haben.

Twitter im Klassenzimmer

Es gibt einen alten Kalauer, der geht so:

Treffen sich zwei Yetis. Sagt der eine: “Du, ich habe den Reinhold Messner gesehen.” Sagt der andere: “Gibts den wirklich?”

So ähnlich geht es mir mit Werner Prüher. Ich kann gar nicht glauben, dass es tatsächlich Lehrer geben soll, die neuen Medien zielführend im Unterricht einsetzen. Wer weiß, vielleicht gibt es den Werner Prüher ja gar nicht, sondern es handelt sich lediglich um ein Pseudonym? ;-)

Nun gut, für Lehrende, die einmal ausprobieren möchten, ob und wenn ja, wie man Twitter im Klassenzimmer einsetzen kann, gibt es eine informative Broschüre der EDUCAUSE Learning Initiative: 7 Things You Should Know About Twitter. Es gibt noch mehr: Collaboration Tools, 7 Things You Should Know About Microblogging oder Wiki as a Teaching Tool. Sie merken schon, EDUCASE ist eine schier unerschöpfliche Quelle.

Arbeit und Internet

Der von mir sehr geschätzte Mitblogger Alexander Greisle hat auf seinem Blog work.innovation einen (wieder einmal) bemerkenswerten Artikel zum Thema “Arbeit und Internet” veröffentlicht: Erfolgreiche Gewohnheiten der Digital Natives verändern unsere Art zu arbeiten. Was mir besonders gut gefällt: Er beschreibt die Selbstverständlichkeit, mit der “Digital Natives” das Netz nutzen, um schlicht und einfach ihren Job zu machen. BTW: Ich wusste gar nicht, dass ich auch zu den Digital Natives gehöre. Und: Mir hat Gopher sehr gut gefallen, ich habe gern damit (darin?) gearbeitet.

Einen Aspekt sehe ich etwas skeptischer. Zitat:

Man kann ihn fast körperlich spüren, den Kulturschock für junge Menschen, die mit solchen Verhaltensweisen und allerlei technologischem und methodischem Know-how in unsere Unternehmen kommen. Sie werden durch die traditionellen Arbeits- und Führungsmethoden in vielen Unternehmen schlicht ausgebremst.

Nun, so viele junge Digital Natives habe ich noch nicht kennengelernt. Ich bin immer wieder erstaunt, dass gerade so wenig junge Menschen mit den Möglichkeiten des Internets vertraut sind. Klar, nahezu alle haben einen Account bei Facebook & Co. Ich rede aber von der Nutzung, so wie Alexander dies auch in seinem Beitrag beschreibt. Welchen sinnigen oder unsinnigen Beitrag leistet da die Schule oder die Uni?

Im übrigen stimme ich Alexander zu, nur haben diese Erkenntnisse nichts Internet-spezifisches. Das Zitat oben hätte auch vor dreißig Jahren formuliert werden können und dieselbe Gültigkeit besessen. Das gilt auch für Alexanders Schlussfolgerungen. Man könnte sie in Stein meißeln.

Broschüre über Social Media

Werner Prüher hat den Link gestern getwittert. Allerdings finde ich ihn zu schade, als dass er im Twitter-Orkus verschwinden sollte. Die Arbeiterkammer in Österreich hat eine Broschüre “Soziale Netzwerke im Internet” veröffentlicht. Sie können die Broschüre als pdf-Datei herunterladen.

[via prueher]

Der Twitter zur Arbeitswelt

Bis 31. Juli gibt es einen Literatur-Twitter zum Thema Arbeitswelt. Wenn Sie sich beteiligen oder auch nur schauen wollen, dann folgen Sie auf Twitter @lit_tweet. Veranstalter sind die Kultur- und Wissenschaftsinitiative “Der Duft des Doppelpunktes” (Namen gibts!?). Aus der Ausschreibung:

Der Literatur-Twitter ergänzt den Hauptpreis des 2. Literaturpreises „Der Duft des Doppelpunktes“ und gibt Ihnen die Möglichkeit, sich mit der Arbeitswelt im Rahmen von 140 Zeichen schreibend auseinanderzusetzen.

Haben Sie gelesen? Sie können sogar etwas gewinnen (Näheres hier). Dann nichts wie getwittert!

[via Twitter - Mit 140 Zeichen]

Nächste Seite »