Die Website beginnt zu wachsen

Die ersten Anfänge sind gemacht. Heute habe ich das Grundgerüst meiner neu gestalteten Website gebastelt. Zum Einsatz kommt das CMS typo3, somit ist ein modularer Aufbau gewährleistet. Allerdings ist die Software äußerst mächtig, wahrscheinlich fahre ich da mit einem Ferrari zum Briefkasten. Mit zunehmender Einarbeitung wächst die Website und an Ideen mangelt es mir nicht. ;-)

Software für Umfragen

Momentan arbeite ich an einer werksweiten Befragung von Mitarbeitern zum Stand eines umfangreichen Veränderungsprozesses. Das macht man bei der Menge an geplanten Rückläufern natürlich mit dem elektrischen Rechenknecht. Obwohl ich eingefleischter Open Source Anhänger bin, habe ich mich nun doch für eine kommerzielle Variante entschieden: Grafstat. Zu einem moderaten Preis wird ein ausgereiftes Programmpaket angeboten, das vor allem hinreichend dokumentiert ist. Denn genaus das war der Casus Knacksus: OpenSurveyPilot oder phpSurveyor sind sicher sehr leistungsfähig, ich habe aber leider nicht die Zeit mich nach Art der Echternacher Springprozession einzuarbeiten. Grafstat ist nicht nur einfach zu bedienen, es wird auch offiziell von der Bundeszentrale für Politische Bildung gefördert. Da gibts natürlich Anwendungsbeispiele in Hülle und Fülle.

Wie man Veränderungen abwürgt: Ein Programm in 12 Schritten

Im Weblog kuro5hin wird in einem Artikel erklärt, wie man sich durch systematisches Vorgehen vor Veränderungen in Unternehmen schützen kann: Durch “Stalling“, zu deutsch “Abwürgen”.
Der Autor empfiehlt ein sytematisches Abwürgen in 12 Schritten. Hier ist alles dabei, was Veränderungen zum Scheitern bringt, teilweise mit viel Raffinesse garniert. Der Artikel gehört hinter den Spiegel jedes Organisationsberaters.

Elektropost 01/05

Gerade ist sie ‘raus an die Leser: Die Januarausgabe der “Elektropost”. Die Themen dieser Ausgabe:

  • Was liegt (lag) an im Januar und Februar?
  • Spass am Grübeln: Mathematische Rätsel
  • Schreiben im Netz: Alles über Weblogs
  • Was geht? Studie Marketing-Trends
  • Ein Traum wird wahr: Die Kunst, Recht zu behalten
  • Zeit ist Geld: Ausgequetschte Philosophen
  • Sich verstehen trotz Babylon: Freie Wörterbücher im Internet
  • Nachrichten als Landkarte: Die Newsmap
  • Gedanken ordnen: Der elektronische Zettelkasten

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Studiengebühren (2)

Man kann ja mal spekulieren, was uns die geplanten Studiengebühren bringen werden. Dazu muss man nicht etwa in die Glaskugel schauen, sondern kann sich an den Zitaten unserer Politiker orientieren. Dabei hilft ein kleiner Trick: Man muss nur das Gegenteil von dem annehmen, was die Politiker beteuern oder die Hälfte, die sie verschweigen, dazudenken. Dann mal los:

  • Die Studiengebühren kommen ausschließlich den Universitäten zugute.” Das glaube ich gerne. Allerdings: Um den Betrag, den die Studiengebühren ausmachen, werden die öffentlichen Gelder für die Hochschulen gesenkt. Das hilft ordentlich den Landeshaushalt sanieren, bringt den Universitäten aber keinen Taler mehr ins Säckel.
  • Durch die Studiengebühren erhöht sich die Qualität in der Lehre.” Das kann nicht funktionieren, da es ja unterm Strich eben nicht mehr Geld gibt (s.o.).
  • Studierwilligen aus Familien mit geringem Einkommen werden die Studiengebühren erlassen.” Da brauchen wir gar nicht soviel Angst davor haben, denn unser Schulsystem sorgt schon im Vorfeld dafür, dass es nicht allzuviel Studenten aus solchen Familien gibt. Die Pisa-Studie bescheinigt uns da bez. der sozialen Auslese erstaunliche Effizienz. Außerdem ist es nur konsequent, wenn dieses unseres System des Bildungsdarwinismus nun auch auf die Hochschulen ausgedehnt wird.
  • Die Hochschulen können selbst darüber entscheiden, wie hoch die Studiengebühren sind.” Daran habe ich keinen Zweifel, aber sie können das nicht nur, sondern sie müssen es vielmehr. Damit schiebt die Politik den schwarzen Peter an die Hochschulen, die viele Fragen klären müssen: Wer muss Studiengebühren zahlen, wer nicht, welche Ausnahmen gelten, wie werden ausbleibende Zahlungen sanktioniert u.v.m. Dazu wird ein entsprechender bürokratischer Apparat geschaffen werden, der von den Hochschulen unterhalten werden muss. Da kann man von den Studiengebühren gleich wieder einen hohen Betrag für Verwaltungskosten abziehen.
  • Es ist nicht einzusehen, warum Bundesbürger, die nicht studieren oder keine studierwilligen Kinder haben, mit ihren Steuern die Universitäten finanzieren sollen.” Dieses Argument hat einen gewissen Charme. Da nun in vielen Bundesländern die Studiengebühren sicher kommen werden, darf man gespannt sein, um welchen Betrag die Steuerlast für derartige Bürger sinken wird, da sie nun ja keine Hochschulen mehr finanzieren müssen.

Ich habe nur einen Wunsch, o Herr: Bitte stärke dem deutschen Wählervolk das Langzeitgedächtnis, damit es bis zu den nächsten Wahlen nicht vergißt, welchen Politikern es derartige “Reformen” zu verdanken hat!

Studiengebühren (1)

Das Verfassungsgericht hat entschieden. Nämlich darüber, ob der Bund mit einem Verbot von Studiengebühren seine Kompetenzen überschritten hat. Urteil: Er hat. Die Konsequenz: Die Bundesländer entscheiden selbst über die Einführung von Studiengebühren.
Und diese Punkte hat das Verfassungsgericht NICHT entschieden:

  • Ob Studiengebühren bildungspolitisch sinnvoll sind,
  • ob Studiengebühren zulässig sind,
  • wie hoch die Studiengebühren sein dürfen,
  • wer welche Studiengebühren zahlen soll u. ä.

Politiker interpretieren Karlsruher Urteile gerne als die Bestätigung ihrer Politik. Lassen wir uns nichts vormachen. Das Urteil hat nichts, aber auch gar nicht mit Bildungspolitik zu tun, sondern interpretiert allenfalls unser föderales System und daraus abgeleitete Zuständigkeiten. That’s it!

A Love Surpreme

Konrad Heidkamp rezensiert in seinem Artikel “Wir sind die Welt” ein Buch, das einem Jahrhundertwerk von John Coltrane gewidmet ist: “A Love Surpreme” von Ashley Kahn. Der Artikel macht Appetit auf das ganze Buch, es ist bei Zweitausendeins erschienen.

Neusprech in der Wirtschaft (4): Humankapital

Schade, diesmal haben mich die Ereignisse überholt. Der Ausdruck “Humankapital” stand schon lange auf meiner persönlicher Liste der Unwörter der deutschen Sprache. Nun ist “Humankapital” gar Unwort des Jahres 2004 geworden.
In der Begründung heißt es: “Der Gebrauch dieses Wortes aus der Wirtschaftsfachsprache breitet sich zunehmend auch in nichtfachlichen Bereichen aus und fördert damit die primär ökonomische Bewertung aller denkbaren Lebensbezüge, wovon auch die aktuelle Politik immer mehr beeinflusst wird. Humankapital degradiert nicht nur Arbeitskräfte in Betrieben, sondern Menschen überhaupt zu nur noch ökonomisch interessanten Größen.
Dieser Begründung schließe ich mich voll und ganz an, es gibt jedoch auch andere Sichtweisen. So meint Jens Jessen in der Zeit: “Auch Menschen lassen sich als Kapital ansehen. Das hieße aber gerade nicht, die Menschen schlecht zu behandeln, sondern sie besonders gut und schonend zu behandeln, eben weil sie Kapital sind, von dem man bekanntlich hofft, dass es sich verzinst, und das man deswegen nicht verschleudert.” Das ist genau das, was mir sauer aufstößt! Offensichtlich gelingt es manchen Ökonomen nicht, Menschen an sich wert zu schätzen, sie müssen erst den Umweg über das “Kapital” nehmen.

Lebenszeichen!

Wilhelm Busch

Warum hier momentan nichts los ist!

Wenn Sie den Eindruck haben, dass hier in den letzten Tage überhaupt nichts mehr passiert, dann haben Sie recht. Der Grund ist so einfach wie unangenehm: Ein grippaler Infekt hat mich ordentlich aus den Socken gehauen und zwingt mich zur Bettruhe. Also keine Sorge. Die Schreiblust ist nach wie vor vorhanden, nur geht es momentan einfach nicht. Ich melde mich wieder, wenn ich auf dem Damm bin.

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