28.2.2005
Mensch, Arbeit und Wandel
In der Netzeitung gibt heute in interessantes Interview mit dem Arbeitspsychologen Michael Kastner: “Magersucht beim Personal ist ungesund”.
Dass Leistung im physikalischen Sinn “Arbeit pro Zeiteinheit” ist, wussten wir bereits. Die Steigerung der Leistung jedoch scheint gar nicht so sehr das Problem für den Werktätigen zu sein, sondern vielmehr die “Dynaxität”, die sich als “Komplexitätszunahme pro Zeiteinheit” definieren läßt. Für einen Wandel, wie er momentan in der Arbeitswelt stattfindet, sind wir Menschen nicht gebaut. Laut Kastner werden die psychomentalen Erkrankungen in den nächsten Jahren spürbar zunehmen. Interessant auch die Antwort zu der Frage nach dem Zusammenhang zwischen Gesundheit und Kosten:
“Wenn wir präventiv etwas tun würden für mehr Gesundheit am Arbeitsplatz, könnten wir pro Jahr etwa 66 Milliarden Euro einsparen. Wenn man die Krankenrate um ein Viertel senken würde – und zwar nicht durch Angst vor einem Arbeitsplatzverlust, sondern wirklich durch Gesundheitsmaßnahmen –, könnte man 16 Milliarden Euro sparen.”
Da haben wir ihn wieder, den Unterschied zwischen makro- und mikroökonomischer Betrachtungsweise: Jeder weiss, wie toll das volkswirtschaftlich gesehen wäre, aber warum muss ich gerade in meinem Betrieb damit anfangen?
Es lohnt sich, den Artikel auszuschneiden und für spätere Verwendung abzuheften (damit zum Beispiel).
Geschrieben von Stephan um 13:43 unter Management und Führung, Organisationsberatung
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