Vom Umgang mit schwierigen Chefs

Das konnte nicht ausbleiben, der Ratgebermarkt brummt. Nach Supernanny, Kallwas und Co gibt es nun auch Websites, die beim Umgang mit schwierigen Chefs helfen sollen: Badbossology.com und Management Malpractice. Da bin ich mal gespannt, wann unser Kulturfernsehen auf diesen Zug aufspringt und die ersten Talkshows zu diesem Thema zu sehen sind.

[via T+D Blog]

Die Mär von der “schnellen Entscheidung”

Ein Satz hält sich hartnäckig in Managementkreisen: “Lieber eine schnelle Entscheidung als gar keine, selbst wenn sie sich als falsch herausstellt.” Ich habe die Logik dieser Aussage nie ganz verstanden. Natürlich ist das Aussitzen oder das Verleugnen nötiger Entscheidungen nicht richtig, das wissen wir, schließlich haben wir in der Politik lange Jahre schlechte Erfahrungen damit gemacht und machen sie noch. Blinder Aktionismus hat jedoch auch schon zu Katastrophen geführt, die Zahl allzu entscheidungsfreudiger Manager, die ihr Unternehmen an die Wand gefahren haben, ist Legion.
Wahrscheinlich liegt die Wahrheit wie immer in der Mitte. Die Kunst liegt darin, den Moment zu erkennen, an dem ein Mehr an Information keine Verbesserung in der Qualität der Entscheidungsfindung mehr bringt. Dann sollte entschieden werden!
Ein Artikel der Financial Times Deutschland widmet sich demselben Thema: Die Fehlentscheider.

Bilder aus Monte Albán

Noch ein Weltkulturerbe Mexikos, für mich persönlich das beeindruckendste meiner Reise: Monte Albán, in der Nähe von Oaxaca.

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Monte Albán 2005 Stephan_List’s Monte Albán 2005 photoset

Verschwendete Arbeitszeit

Das passt zu dem Artikel gestern wie die Faust aufs Auge: Die Financial Times Deutschland meldet, dass jeder Beschäftigte 84 Tage im Jahr mit unproduktiver Tätigleit verbringt. Ursachen dafür sind offensichtlich Führungsfehler. Grundlage für diesen Artikel ist eine Studie der Unternehmensberatung Proudfoot Consulting. Da scheint sich gegenüber letztem Jahr nichts Wesentliches verändert zu haben.
Danke nach München für den Hinweis. ;-)

Mitarbeiter kann man nicht motivieren

… demotivieren hingegen schon. Die Kollegen von knowledge on sky bringen dies in ihrem Artikel auf den Punkt: “Motivieren Sie Ihre Mitarbeiter, indem Sie ihnen aus dem Weg gehen.” Ich hatte mein Schlüsselerlebnis als gerade ausgelernter Papiermacher, als wir unter der Leitung unseres Schichtmeisters über eine Stunde vergeblich versucht hatten, den gestörten Produktionsfluss wieder in Gang zu bekommen. Als wir es dann nach vielen Mühen endlich geschafft hatten, kam aus seinem Büro unser aller Chef, krempelte die Ärmel hoch und fingerte am Schaltpult herum. Ab da ging erst mal gar nichts mehr. Ich kann mich gut erinnern: Im Gesicht meines Schichtmeisters waren damals alle Emotionen abzulesen, nur keine positiven.

Das IODA Juniorteam

Auf dem Foto unten sind ein Teil der Studenten der Universität Guanajuato zu sehen, die bei der Organisation des diesjährigen Kongresses kräftig geholfen haben. Nayelli (Mitte) moderierte auch einen Workshop mit ihren Kommilitonen, in dem es darum ging, wie junge Leute für die Organisationsentwicklung im allgemeinen und die IODA im besonderen zu gewinnen sind. Die jungen Leute haben uns ganz schön aufgemischt, war ja auch Zeit! :razz:

Feedreader

Bislang war ich ja ein eingefleischter Fan meines Feedreaders FeedDemon. Das könnte sich vielleicht ändern. Durch Zufall bin ich auf GreatNews gestoßen. Das Teil scheint mir zumindest einen kleinen Seitensprung wert zu sein, zumal es nüscht kostet. :-)

Bilder aus Palenque

Bilder aus Palenque, ebenfalls ein Weltkulturerbe Mexikos.

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Palenque 2005 Stephan_List’s Palenque 2005 photoset

Kurzanleitung zum Verhandeln

Larraine Segil and Avi Goldstein haben auf ihrem Blog Prinzipien der Verhandlungspraxis aufgelistet. Hier sind sie:

  • Test your assumptions
  • Pay attention to process
  • Foster two-way communication
  • Separate people from problems
  • Explore interests, not positions
  • Employ objective standards
  • See agreement as the beginning
  • Set the standard

Insbesondere der Grundsatz “Explore interests, not positions” wird sehr oft vergessen. Wenn ich mit festen unverrückbaren Positionen in eine Verhandlung gehe, werde ich unflexibel. Die Auseinandersetzung läuft dann auf ein Nullsummenspiel hinaus. Interessen können durch mehr als eine Optionen befriedigt werden, das ist oft eine Frage der Kreativität, Positionen nur durch ein “Geht oder Geht nicht”. Meist endet dies im verhandlungstechnischem Schützengraben, es geht nicht vor, nicht zurück.

“Dogville” mit echtem Manager

Regisseur Volker Lösch will das Stück “Dogville” von Lars von Trier mit einem echten Manager in der Hauptrolle auf die Bühne bringen. Der Ex-Direktor der Stuttgarter Mercedes-Niederlassung, Thomas Zell, soll den Part übernehmen. Laut Lösch “sollte nicht ein Schauspieler einen eiskalten Manager in der Bühnenfassung des preisgekrönten Films darstellen, sondern ein echter Unternehmer.” Na ja, da sind wir mal gespannt. Nebenbei bemerkt: Warum begreifen die Leute den Unterschied zwischen Manager und Unternehmer nicht?

[via nuz.de]

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