Vom Umgang mit der Zeit - Ein Streitgespräch

Im Südwestrundfunk gibt es eine Sendereihe, in der Experten mehr oder weniger aktuelle Problemstellungen erörtern: Das SWR2-Forum. Ich höre die Sendungen gerne, insbesondere beim Autofahren als wohltuende Alternative zum Brot-und-Spiele-Dödelfunk. Neuerdings kann man die einzelnen Sendungen als Podcasts herunterladen und mit mp3-tauglichen Apparaturen noch einmal nachhören. Am 25. 11. gab es eine Diskussion zum Umgang mit der Zeit: Vom Nicht-Anfangen und Nicht-Fertig-Werden. Es diskutierten eine Psychologin, ein Soziologe und ein Wirtschaftswissenschaftler. Es gab da allerlei Wissenswertes, besonders interessant war für mich jedoch der Verlauf des Gesprächs als Bespiel dafür, wie sich unterschiedliche Fakultäten offensichtlich nicht verstehen (können).

Das Burnout Blog

Das Faszinierende am Bloggen ist für mich, dass ich Menschen kenne, die ich gar nicht kenne. Ich weiss, der Satz klingt einfältig und muss daher erläutert werden. Da gibt es zum Beispiel die Kollegin Stephanie Dann, die das Burnout Blog umtreibt. Leider habe ich sie bis jetzt noch nicht “live” kennengelernt. Dennoch empfinde ich eine gewisse Vertrautheit, denn sie schreibt offen und persönlich darüber, was sie gerade macht, was sie umtreibt und wie sie als Coach und Berater denkt und fühlt. Typisches Beispiel ist der heutige Beitrag: “Dicke Lippe - wenns kracht noch´n Meter. Ich finde Stephanie und ihre Artikel einfach sympathisch. Deswegen ist ihr Blog bei mir auf der Rolle. Und am persönlichen Kennenlernen arbeite ich noch. ;-)

Ich habe ein neues Laptop

Nach ca. vier jahren habe ich mich von meinem IBM Thinkpad R30 getrennt. :cry:
Thinkpad R 30
Das Teil war absolut spitze. Die Verarbeitung war hervorragend und äußerst stabil. Ich kann mich nicht erinnern, dass das Notebook auch nur einmal gezickt hat. Das muss das neue Laptop erstmal schaffen. Übrigens: Ein Sony Vaio BX194VP.
Der Wechsel war auch der Grund für die Schreibfaulheit die letzten Tage. Denn es musste allerhand installiert, modifiziert, gepfriemelt und gebaut werden. Was früher die elektrische Eisenbahn, ist heute halt das Laptop. Und ja, ich habe eine verständnisvolle Ehefrau. ;-)

Glückliches Amerika?

Worin sich trotz aller (notwendiger) Liberalisierungstendenzen Europa von den USA unterscheidet und warum das meiner Meinung nach auch grundsätzlich so bleiben sollte, kann man auf einem Beitrag des Deutschlandfunks anhören: Mitarbeiterdruck in US-Firmen.

Was macht Unternehmer erfolgreich?

Nicht nur mich beschäftigt diese Frage außerordentlich. Die Bücher, die uns lehren wollen, wie man durch das Abkupfern von Strategien erfolgreicher Unternehmer selbst erfolgreich wird, sind Legion. Die Bandbreite der Erfolgsfaktoren ist groß. Auf der einen Seite Methoden wie Mitarbeiter drangsalieren, Lieferanten drücken und Zahlungsziele ignorieren, auf der einen Seite werden Mitarbeiterbeteiligung, Selbstverantwortung und Freude an der Arbeit propagiert. Für beide Enden des Spektrums gibt es Beispiele äußerst erfolgreicher Unternehmen, zumindestens bei kaufmännischer Betrachtungsweise. “Was denn nun?”, fragt sich der Laie und reibt sich verwundert sie Augen. Marcus Rohwetter hat einen Artikel über den Umgang mit Mitarbeitern bei den bei uns so beliebten Discountern geschrieben: “Alle unter Kontrolle“. Wohlgemerkt, Herr Rohwedder schreibt für die Zeit, nicht für den Spiegel, den Stern oder ver.di. Ein Beispiel, wie es in dieser Branche auch anders geht: Götz W. Werner, der Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von dm-drogerie markt und Initiator des “bedingungslosen Grundeinkommens“.

Zur Effektivität von Unternehmen

Wird ein Unternehmen groß, braucht man 50 Prozent der Leute, um die anderen 50 zu managen. Die wiederum müssen die Hälfte ihrer Zeit aufbringen, um sich managen zu lassen. Netto leisten also nur 25 Prozent eines Unternehmens produktive Arbeit.

Nicholas Negroponte in einem Interview der “Zeit“.

Die Köpfe in der neuen Regierung

Gestern erzählte mir jemand die Antwort eines Oberpfälzers auf die Frage, was er von der neuen Regierung halte:

“Die Tröge bleiben, die Schweine ändern sich.”

Dem Volk aufs Maul geschaut, nennt man sowas.
Die Menschen in unserer neuen Bundesregierung werden vorgestellt in der “Zeit”.

Interview mit Anselm Bilgri

Der Bayerische Rundfunk hat ein Interview mit dem ehemaligen Benediktinermönch Anselm Bilgri zum Download ins Netz gestellt. Während die erste Hälfte etwas belanglos dahinplätschert, gibt es zum Ende hin von Bilgri einige interessante Hinweise zur Unternehmensführung und Unternehmensberatung.
Ärgerlich ist das Verhalten des Interviewers Christoph Lindenmeyer, der Bilgri immer dann ins Wort fällt, wenn es interessant (heikel?) zu werden droht.

Deutschland, wie es singt und lacht

Auf dem moodle-Forum entspinnt sich gerade eine Diskussion besonderer Art. Ulrike Montgomery berichtet dort nämlich, dass im Bundesland Baden-Württemberg eine spezielle Version der e-Learning-Plattform “moodle” programmiert werden soll, da die bestehende angeblich nicht den Datenschutzrichtlinien entspricht. Sowas ist für mich symptomatisch für das System Deutschland: Wenn Menschen sich engagieren und auf eigene Faust etwas bewegen, fällt auf sie ab einer gewissen kritischen Wahrnehmungsgrenze die Aufmerksamkeit von Verwaltungsbeamten. Und diese machen sich dann zu schaffen. Könnte ja schließlich jeder kommen. Vielleicht ist das das deutsche Problem? 50% der Bevölkerung ernähren die anderen 50% und müssen sich dafür von diesen vorschreiben lassen, was sie tun und lassen dürfen? Schöne Aussichten, denn es wird sich wohl so schnell daran nichts ändern!

Das Worldheritage-Forum

Das hatte ich gar nicht erwartet. Heute habe ich einen Kommentar zu meinen Bildern aus Chichen Itza erhalten. Der nette Mensch, der den Beitrag geschrieben hat, heißt Matthias Ripp und betreibt das Weblog “Worldheritage-Forum“. Nomen est omen, in dem Blog geht es um Themen, die mit dem UNESCO Weltkulturerbe zusammenhängen. Auf meiner Mexikoreise diesen Sommer konnte ich einige entsprechende Orte besuchen, seitdem ist mein Interesse geweckt. Man muss übrigens für Stätten des Weltkulturerbes nicht nach Mexiko fahren, auch in Deutschland gibt es da einiges zu sehen. Damit man immer informiert bleibt, gibt es das Worldheritage-Forum. Bei mir ist es ab sofort auf der Blogroll.

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