Boss - Employee, Employee - Boss

auch in Großbritannien scheint es Mißverstehen zwischen Managern und Mitarbeitern zu geben, eine Problematik, auf die ich gestern hingewiesen habe. “British managers failing to say what they mean“, titelt der Informationsdienst “Management Issues” und stellt fest:

“British boardrooms suffer from a chronic lack of direction when it comes to communicating with staff, with even senior managers often unclear what is going on and unable to get their message across, according to new research. [...]
More than 20 per cent of the 72 companies questioned said they did not communicate their strategic direction effectively to staff.”

Nun ja, nicht nur Trainer und Vereinsvorstand sollten wissen, dass es um die Meisterschaft geht. Es wäre auch nützlich, wenn dies die Leute wüßten, die auf dem Rasen kicken.

Chef - Mitarbeiter, Mitarbeiter - Chef

Seit einigen Wochen gehen mehr oder weniger sinnvolle “Wörterbücher” unter Titeln wie “Deutsch - Frau, Frau - Deutsch” wie warme Semmeln über den Ladentisch. Tatsächlich muss man sich manchmal fragen, ob so etwas ähnliches auch für die Kommunikation in unseren Unternehmen angebracht wäre: “Chef - Mitarbeiter, Mitarbeiter - Chef”.
Wolfgang Saaman untersucht in seinem Artikel “Abgehobene Bewohner der Chefetagen”, inwieweit Manager in der Lage sind, ihre Mitarbeiter zu verstehen und mit ihnen zielgerichtet zu kommunizieren. Saaman schreibt:

Das Un- und Missverständnis zwischen Managern und Mitarbeitern rührt von der mangelnden Führungsfähigkeit deutscher Executives her. Die meisten Manager haben in ihrer Aus- und Weiterbildung viel über “Management” gelernt, aber so gut wie nichts über wirksame “Leadership”.

Management ist das Schaffen von Rahmenbedingungen, das Optimieren von Prozessen, Straffen von Arbeitsabläufen usw.: Fachaufgaben eben. Leadership ist die Arbeit mit den Menschen, die mich darin unterstützen sollen, bestimmte Aufgaben zu erfüllen und Ziele zu erreichen. Dialog ist angesagt, Klärung gegenseitiger Erwartungen. Denn ohne Menschen geht es nicht, gegen Menschen schon gar nicht, auch wenn manche das gerne glauben wollen. Und: Führen kann man lernen!

Arbeiten mit Japanern

Vor einigen Monaten habe ich an dieser Stelle auf eine Broschüre hingewiesen, in der auf Besonderheiten in der Zusammenarbeit mit Chinesen erläutert werden. Wenn Sie demnächst geschäftlich nach Japan fahren müssen, dann lohnt es sich, einmal bei gate39.com vorbeizusurfen. Hier gibt es Informationen über japanische Gepflogenheiten im Geschäftsleben in Hülle und Fülle. Doch aufpassen, es handelt sich bei gate39.com um eine amerikanische Website, da muss man vielleicht manches auf europäische Sitten zurückübersetzen. ;-)

Ex-Minister Blüm geht unter die Schauspieler

heißt eine Schlagzeile der Tagesschau. Liebe Leute von der Nachrichtenredaktion, ich bitte Euch, das ist doch nichts Neues. Es kommt oft vor, das Pensionäre nicht aufhören können und auch im Ruhestand ihrem alten Beruf treu bleiben. Wir erinnern uns alle an die großen Auftritte des Norbert Blüm: “Die Rente ist sischä…”

Neusprech in der Wirtschaft (14)

Gastgewerbe Gedankensplitter bringt heute ein besonders schönes Beispiel für Neusprech:

Wenn man sich (Presse)mitteilungen von Krankenkassen anschaut, fällt auf, daß die Beitragssätze nie “erhöht” werden. Sie werden nur “gesenkt” oder “angepaßt”. Beitragserhöhungen werden nie offen ausgesprochen, sondern man bezeichnet sie verschämt als “Anpassung”. Oder es ist zu lesen, man habe “neue Beitragssätze beschlossen”.

Das erinnert mich an die Diskussion, als man die Diäten der Abgeordneten im Europaparlament “harmonisieren” wollte. Selbstredend orientiert man sich dabei bei dieser Harmonisierung an den höheren Diäten, nicht an den niedrigeren.

Ich schreibe wieder!

Ich gebe es zu: In den vergangenen Tagen war auf meinem Blog wenig los, “tote Hose”, um es korrekt auszudrücken. Der Grund lag in meiner (Reise-) Tätigkeit letzte Woche.

  • Sonntag: Fahrt nach dem Mittagessen von Ravensburg nach Dinslaken. Dauer ca. 8 (acht!) Stunden durch Stau im Karlsruher Raum.
  • Montag, Dienstag: Workshops zur Führungskultur. Dienstag Abend Weiterfahrt nach Münster zu einem guten Freund und Kollegen.
  • Mittwoch, Donnerstag: Weiterbildung in einem Expertensystem zur Potenzialanalyse. Hochinteressant, aber anstrengend.
  • Freitag: Beratungsgespräch zu Coaching und Training bei einem neuen Kunden. Weiterfahrt nach Swisttal zu einem Kollegen zum Kaffeeklatsch. Weiterfahrt nach Ravensburg. Ankunft kurz nach Mitternacht.

Die Abende waren gefüllt mit anregenden Gesprächen mit Klienten, Kollegen und Freunden. Nur: Fürs Bloggen war ich zu kaputt. Ich bitte um Nachsicht! :-D

Noch eine (nicht gerade neue) Erkenntnis: Ich werde wieder einmal über die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel nachdenken. Rund 1500 km in einer Woche mit dem Auto ist definitiv zu viel. Zumal man während der Fahrt nichts anderes machen kann als eben fahren. Dazu ist mir meine Zeit eigentlich zu schade.

Neusprech (nicht nur) in der Wirtschaft (13)

Wer derzeit aufmerksam mit seinen Augen den Kassenbereich der Buchhandlungen abscannt, dem fällt ein Büchlein mit dem unfeinen Titel “Bullshit” auf. Es handelt es sich hierbei um ein Essay von Harry G. Frankfurt, Professor für Philosophie an der Universität von Princeton. Thema des Aufsatzes ist die Phänomenologie des Sprachmülls. Der Hessische Rundfunk hat in der Reihe “Der Tag” dem Buch und seinem unerwartetem Erfolg eine ganze Sendung gewidmet. Besonders hörenswert ist der Lehrgang für Bullshitter in drei Teilen.

Bullshit

Management-Gurus im Interview

ManagementFirst ist eine Website auf der Emerald, einer der führenden Verlage auf dem Gebiet des Managements, seinen Abonnenten zusätzliche Angebote zur Verfügung stellt. Netterweise stellt der Verlag auch gewisse Bereich frei zur Verfügung, so zum Beispiel die Seite GuruInterviews. Hier kann man nachlesen, was anerkannte Denker wie Peter Drucker, Henry Mintzberg, John Adair und viele andere über Führung zu sagen haben.

Henry Mintzberg habe ich als Redner auf der ASTD Konferenz 2004 in Washington selbst erlebt.
Damals hatte er sein Buch “Manager statt MBAs - Eine kritische Analyse” vorgestellt. Ein amerikanischer Kollege war nach dem Vortrag ziemlich aufgebracht: Mintzberg kritisiere in dem Vortrag das, was er über lange Jahre an führender Stelle selbst propagiert habe.

Als ob das was Neues wäre… :???:

Tom Peters: “Irreducibles” - Unreduzierbares”

Managementguru Tom Peters hat mit sich selbst ein Brainstorming veranstaltet: ” ‘The Irreducibles’ - stuff that I’m pretty sure is pretty sure”. Das will was heißen, denn Tom Peters hat das In-Frage-Stellen zum Kult gemacht und scheut verbindliche Aussagen wie der Teufel das Weihwasser. Heraus kamen immerhin 143 Punkte. Ich hoffe, ich bin nicht der Einzige, der nicht immer folgen kann.

[via Gautam Ghosh on Management]

Das ToolBlog

Ja, ich weiß schon, ich kriege das eine Weblog schon nicht gebacken und dann sowas:
Ich habe mein neues Projekt fertiggestellt: Das ToolBlog. In diesem Blog geht es um Tipps und Kniffe, die Arbeit und Leben leichter machen. Kurz, es beschäftigt sich mit dem, was unsere amerikanischen Kollegen mit Life Hacks oder Personal Performance beschreiben würden. Drückt jemand dem ToolBlog die Daumen? Ich würde mich darüber sehr freuen. :-D

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