Programme zur Visualisierung - Eine Liste

Software zum Mind-Mapping und Concept-Mapping, sowie verwandter Verfahren verzeichnet eine Liste, über die beim Surfen zufällig gestolpert bin. Ich mag diesen neudeutschen Ausdruck “ultimativ” nicht, doch auf diese Liste mag er zutreffen, schließlich sind hier rund 90 Programme aufgeführt.

Momentan experimentiere ich gerade etwas mit “3D Topicscape” herum. Diese Software nimmt das “Mapping” wörtlich. Es lassen sich dreidimensionale Gedankenlandkarten erstellen, auf denen man sogar herumfliegen kann. Faszinierend und kurzweilig, nur der praktische Nutzen erschließt sich mir (noch) nicht. Vielleicht hat ja jemand Ideen für die Verwendung im Alltag, wir könnten diese dann räumlich darstellen.

Ein Comic zum Thema Neusprech

ist in “Spiegel online” erschienen und stammt von Jamiri. :mrgreen:

Die Beraterdämmerung,
es wird Nacht, Dr. McKinsey

heißt eine Sendung aus der Reihe hr2 “Der Tag”, die Sie sich als Podcast herunterladen und anhören können. Zu Wort kommen u. a. Thomas Leif, Autor des Buchs “Beraten und verkauft. McKinsey & Co. - der große Bluff der Unternehmensberater” und Julia Friedrichs, die über ihre Erfahrungen in der Rekrutierungsphase in der “Zeit” einen Artikel verfasst hat.
Zitat von Thomas Leif aus der Sendung:

Sie können intelligente Kommunikationsberater und Organisationsberater auch viel billiger einkaufen, zeitlich begrenzter mit einer genau definierten Aufgabe und brauchen dazu nicht sozusagen dieses Riesengewölbe, diesen Überbau an vielen Tagen mit 3000 oder 4000 oder 5000€ Tagessätzen, brauchen diesen Bluff nicht, sondern Sie können geschickt Leute, die auf dieses Problem hin passen, für diese spezifische Funktion der Blockadelösung oder der Vogelperspektive einsetzen.

Das ist fast schon ein Plädoyer für uns Organisationsentwickler.

Beraten und verkauft. McKinsey & Co. - der große Bluff der Unternehmensberater

Kopf und Bauch: Gegensatz oder Ergänzung?

Unser Kulturkreis hat von jeher immer zwischen Kopf (Denken) und Bauch (Fühlen) unterschieden. Diese Unterscheidung ist durchaus nicht selbstverständlich, andere Kulturen kennen diesen Unterschied nicht. Was die neuere Forschung zu diesem Thema zu sagen hat, hat Roswitha Wettinger zusammengetragen. Fraktale Affektlogik wird ebenso beschrieben wie Emotionale Intelligenz.
Den Vater der Fraktalen Affektlogik Luc Ciompi habe ich bei einem Kongress in Wien persönlich kennen gelernt. Ich war von der Begegnung so beeindruckt, dass ich mir sein bahnbrechendes Buch “Die emotionalen Grundlagen des Denkens. Entwurf einer fraktalen Affektlogik” sofort besorgt und verschlungen habe. Es ist keine leichte Kost, verschafft dem Leser aber eine Fülle von Einsichten.

Die emotionalen Grundlagen des Denkens. Entwurf einer fraktalen Affektlogik

Washington

Ein paar Bilder von Washington und Umgebung…

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Mitarbeit des Kunden

Bei Gastgewerbe Gedankensplitter gibt es einen interessanten Beitrag über “interaktive Wertschöpfung”, wie man die Einbindung von Kunden in den Produktionsprozess auch nennen kann. Wie alles hat das ganze zwei Seiten. Zum einen macht es sicher Spaß, seine individuellen Vorstellungen einbringen zu können und sie auch verwirklicht zu sehen. Wenn allerdings lästige Arbeit auf den Kunden abgewälzt wird, wie bei den Fahrkartenautomaten der Bahn, finde ich das nicht mehr ganz so toll. Zum gleichen Themenkreis gab es in der SWR2-Reihe “Forum” eine Diskussion, die man als Podcast herunterladen kann: “Wenn der Konsument zum Mitarbeiter wird”. Ein Gesprächsteilnehmer meinte, er würde gerne den Fahrkartenautomaten in Anspruch nehmen, wenn er sich dadurch die lange Schlange am Schalter sparen könnte. Da ist er der Bahn auf den Leim gegangen und verwechselt Ursache und Wirkung. Die Warteschlange erfüllt genau diesen Zweck: Die Kunden sollen ins Internet gehen. Das hilft beim Sparen von Personalkosten enorm.

Neusprech in der Politik

Vorgestern sagte unsere Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel zu den beschlossenen Steuererhöhungen:

“All jenen, die zu Recht von den Belastungen durch Steuern sprechen, sei gesagt, dass Sparen weh tut.”

Moment mal, Frau Bundeskanzlerin, da stimmt etwas nicht. Vielleicht hilft eine Analogie aus der Thermodynamik. Wir haben ein geschlossenes System mit einer Systemgrenze. Da gibt es Dinge, die gehen rein und Dinge, die gehen raus. Man kann dann zum Beispiel eine Bilanz um das System ziehen. Nehmen wir an, das geschlossene System heißt Staatshaushalt. Was reingeht, sind die Steuern der Leute und hat den Namen Staatseinnahmen. Was rausgeht, sind die Ausgaben des Staates, die Staatsausgaben. Sparen kann man per Definition nur an dem, was rausgeht und nicht an dem, was reingeht. Wenn Sie die Steuern erhöhen, dann erhöhen Sie die Einnahmen. Mit Sparen hat das nichts zu tun, denn dazu müßten Sie das reduzieren, was rausgeht. Ich bin mir sicher, als Physikerin wissen Sie das. Also, liebe Politiker, dass Sie uns Bürgern unser sauer verdientes Geld abnehmen, tut schon weh genug. Aber warum müssen Sie uns zusätzlich auch noch verar…en? Lassen Sie das bitte!

GTD Roadmap: David Allen in Washington

Letzten Freitag habe ich am Workshop von David Allen in Washington D.C. teilgenommen. Ein paar Bemerkungen zu dieser Veranstaltung:

Es ist für mich immer schwer einzuschätzen, wie viel Hörer an der Veranstaltung teilgenommen haben. Zweihundert dürften es schon gewesen sein. Ich wurde von ihm als Teilnehmer mit der weitesten Anreise persönlich begrüßt, was ein leichtes “Wow” beim Auditorium und bei mir ein leichtes Gefühl von Gebauchpinselt-Sein hervorrief. ;-)
Ich spreche von Hörern, denn David Allen bestritt den ganzen Tag nahezu ausschließlich in Form einer Beamerpräsentation. Hört sich auf den ersten Moment schlimm an, ist es aber nicht. David Allen ist ein sehr humorvoller Mensch, Langeweile kam zu keinem Moment auf. Schade, dass ich als Non-Native Speaker nicht alle seiner unzähligen Pointen verstanden habe.

David Allen zeigte uns anhand seines eigenen Systems, wie GTD softwaretechnisch umgesetzt wird. Walk the Talk in Reinkultur. Auf diese Weise gewann das System zusätzlich an Transparenz. Da muss ich bei mir wohl noch ein bisschen aufräumen. David Allen benutzt übrigens Lotus Notes, nicht das offensichtlich unvermeidliche Outlook.

Es gab vor dem Vortragssaal einen Tisch mit allerlei mehr oder weniger nützlichen Artikeln. Ich konnte der Versuchung widerstehen, eine Baseball-Mütze mit GTD vorne drauf zu erwerben. Das Zeug ging weg wie warme Semmeln. Über die Marketingfähigkeiten unserer amerikanischen Freunde staune ich immer wieder. :-) GTD ist weit mehr als nur eine Methode zur Selbstorganisation. Nach dem Workshop war mir die Bedeutung der vertikalen Organisation (die “Flughöhen”) wesentlich klarer. GTD konsequent umgesetzt hat wesentlichen Einfluss auf die Lebensplanung und den Umgang mit anderen Menschen, sowohl im Beruf als auch privat. Ich werde darüber im ToolBlog sicher das eine oder andere schreiben.

Hier noch ein paar Bilder vom Seminar…

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Reisen bildet

Sonntag morgen bin ich aus Washington zurückgekommen und gestehe, ich habe immer noch den Jetlag in den Knochen. Ein paar Bemerkungen zu der Reise selbst für das eigene Archiv:

  1. Am Gate C2 im Washington Dulles Airport gibt es einen Imbiss mit sensationellen Sandwiches mit Namen Potbelly (Potbelly? - *räusper*). Unbedingt probieren: Das Italian Sandwich mit Salami und Käse. Ich habe das ganze dann noch mit “Mustard” (Senf) und “Pickles” (Salzgurke) verfeinern lassen. Yummy! Und dabei gar nicht so teuer. Leider kann man dort dazu kein Bier trinken, es gibt nur Softdrinks, man kann halt nicht alles haben…
    Einen sensationellen Cheeseburger habe ich übrigens bei Ruby Tuesday gegessen. Besonders zu eempfehlen in Kombination mit der All-You-Can-Eat-Salatbar.
  2. In sogenannten Kleinvolieren ist die Mindestfläche mit 800 Quadratzentimetern pro Huhn künftig immerhin so groß wie ein Aktendeckel. Nun müßte ein schlauer Kopf einmal ausrechnen, wieviel einem Menschen zusteht, wenn man diese Fläche ausgehend vom Körpervolumen eines Huhns auf das eines Menschen hochrechnet. Na ja, wie auch immer, der zur Verfügung stehende Raum in der Economy-Class bei der Lufthansa und wahrscheinlich auch den anderen Linien ist schon sehr knapp bemessen. Selbst ich als “Gstumperter” muss nach acht Stunden Flug meine Knochen wieder in den Normalzustand geradebiegen, was machen da erst Menschen größer 1,80 m?
  3. Laut einer Umfrage des “Stern” leben die zufriedensten Deutschen in der Region Bodensee-Oberschwaben. In verkehrstechnischer Hinsicht kann ich das nicht glauben, denn diesbezüglich sind wir hier die Deppen der Nation.
    Die Deutsche Bahn glaubt, alles, was südlich von Ulm liegt, gehört gar nicht mehr zu Deutschland, zumindestens läßt ihre Fahrplangestaltung dies vermuten.
    Auf der Straße hört der Fortschritt hinter Biberach auf. Ohne Überholmöglichkeit kann man sich hinter einem LKW herzuckelnd eingehend mit der Landschaft beschäftigen.
    Beim Fliegen ist es nicht anders: Die Gates nach Friedrichshafen liegen in nahezu allen deutschen Flughäfen in der Schmuddelecke, die Treppe zweimal runter, die Ecke ganz hinten links. Heute in Frankfurt der Sockenschuss: Die Maschine nach Leipzig hatte einen technischen Defekt, also nimmt man einfach das Flugzeug, das nach Friedrichshafen eingeplant war und läßt deren Passagiere eineinhalb Stunden auf Ersatz warten. Wie oben schon gesagt: Die Deppen der Nation. Aber offensichtlich wollen wir das so. :mad:

Getting Things Done All Day Long

Morgen ist es soweit: Ich nehme an einem Workshop zu o. a. Thema teil, den David Allen selbst hier in Washington gibt. Ich bin natürlich sehr gespannt und werde im ToolBlog darüber berichten, inwieweit neue Erkenntnisse mein Leben verändern werden (zumindest den organisatorischen Teil desselben). ;-)

Eigentlich ist morgen hier in den USA in Deutschland schon heute. Das macht mich ganz konfus…

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