Systemisches Denken: Die Archetypen

In seinem Buch “Die fünfte Disziplin. Kunst und Praxis der lernenden Organisation” beschreibt Peter Senge verschiedene Archetypen von Wirkungskreisläufen in Systemen. Wir kennen so einen Archety unter dem Namen “Schweinezyklus“. Wer die wichtigsten dieser Muster kennt, ist im Vorteil. Schwerwiegende Fehleinschätzungen können vermieden werden, wenn man weiss, wie und in welcher Zeit sich Eingriffe in das System auf das System auswirken. Gene Bellinger beschreibt die wichtigsten Archetypen in einem ausführlichen Artikel. Bei G. Ossimitz können Sie sich die Archetypen als “Die Gesetze der fünften Disziplin” als doc-Datei in Deutsch herunterladen.

Geschafft!

Heute war unsere ältere Tochter Julianne in der mündliche Abitursprüfung und hat die Fragen mit Bravour beantwortet. Nun ist es wirklich geschafft, sie hat die Prüfung in der Tasche, die Schulzeit ist vorbei.
Herzlichen Glückwunsch und alles Gute auf Deinem weiteren Lebensweg! :-D

Was treibt Manager an?

Heerscharen von Psychologen haben sich den Kopf darüber zerbrochen, was Menschen dazu veranlasst, etwas zu tun oder zu unterlassen. Was sind die Trieb(!)-Kräfte: Sexualität (Freud), Sinn (Frankl) oder Macht (Adler)? Überlassen wir den Diskurs den Fachleuten, wenn Sie aber Macht für Ihren Hauptmotivator halten, dann hat die Wirtschaftswoche einen interessanten Artikel für Sie: “Die 10 Gebote der Macht”. Dann machen Sie mal!

Gott Jauch ist überall

Heute aus einem Artikel aus Spiegel online zum Nachfolger von Sabine Christiansen:

Diese Hartnäckigkeit hat ihm [Herrn Jauch] bisher Millionengagen und eine gewaltige Bildschirmpräsenz gesichert. Dass der Sonntag überhaupt noch frei war, ist für die ARD ein Glücksfall.

Ist das tatsächlich ein Glücksfall? Vielleicht für die ARD, für mich nicht. Herrn Jauch kann man nur durch konsequente Betätigung des “Aus”-Knopfes entgehen. Er versperrt talentiertem Nachwuchs die Aufstiegschancen! :-(

Coaching und Psychotherapie

Karsten Trebesch schreibt in der Zeitschrift für Organisationsentwicklung in einer Buchrezension:

“Damit wird leider der Tendenz Vorschub geleistet, dass sich Coaches oft als hilfreiche Psychotherapeuten sehen und munter drauf los therapieren. Das mag mit der beruflichen Vorerfahrung des Autors zu tun haben, ist aber eine für mich unzulässige Ermunterung, sich dilettantisch in einem Feld zu bewegen, was oft eher Schaden anrichtet, als Nutzen zu stiften.”

Da bin ich mit ihm einer Meinung. Seine Aussage spiegelt die allgemeine Ansicht wider, dass Coaches, die nicht Psychotherapeuten sind, Coaching mit Psychotherapie verwechseln und infolge mangelnder therapeutischer Sachkenntnis einigen Unfug anrichten können.

Es gibt jedoch auch eine andere Variante, die leider gar nicht diskutiert wird. Was nämlich, wenn Psychotherapeuten, die keine Coaches sind, ebenfalls Coaching mit Psychotherapie verwechseln und aufgrund mangelnder Wirtschafts-Sachkenntnisse Leute therapieren, weil sie das eben am besten können? Welcher Schaden wird da angerichtet? Hat da schon einmal jemand darüber nachgedacht? Ich möchte den Satz oben gerne entsprechend ergänzen:

“Damit wird leider der Tendenz Vorschub geleistet, dass sich Psychotherapeuten oft als hilfreiche Coaches sehen und munter drauf los coachen. Das mag mit der beruflichen Vorerfahrung des Autors zu tun haben, ist aber eine für mich unzulässige Ermunterung, sich dilettantisch in einem Feld zu bewegen, was oft eher Schaden anrichtet, als Nutzen zu stiften.”

So, jetzt passt’s, wie die Bayern sagen.

Fußball-WM und Politik, ein Nachtrag

Diesmal kann ich mich nicht so recht darüber freuen, dass meine Ansicht auch von der veröffentlichten Meinung geteilt wird.
Unter dem Titel “Schwarz-Rot-Reich - Wie im Schatten der WM der Sozialstaat demontiert wird”, können Sie sich bei hr2 eine Sendung zum o. a. Thema als Podcast herunterladen
Der Text zur Sendung:

Es wird gerangelt und gerungen, um bisschen Gerechtigkeit im Lande. Aber hinter der Debatte um die Gesundheitsreform, Hartz IV, Familiensplitting und Studiengebühren steckt die Aufkündigung des Solidarprinzips. Doch keiner merkt es, denn zur Zeit wird Fußball gespielt und die Große Koalition macht, was sie will.

Viele Bürger hatten die Illusion, die Politiker würden in der großen Koalition Großes zum Wohle des Volkes bewegen. Sie bewegen zwar Großes, aber zum Wohle des Staates.

Was hat die Fußball-WM mit der Politik zu tun?

Auf den ersten Blick nicht viel, auf den zweiten Blick nahezu alles. Politiker benutzen die Spiele gerne zur Selbstdarstellung. Man kann zeigen, dass man auch Gefallen am Lieblingssport des Volkes findet und so Verbundenheit mit demselben demonstrieren. Sicherlich mögen viele Politiker diese Sportart auch tatsächlich und so lässt sich das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Den Platz auf der Tribüne gönne ich unseren Politikern durchaus.
Allerdings benutzt die politische Klasse auch die Weltmeisterschaft, um alles an Entwürfen, Vorlagen, Vorschriften, Erlassen und Gesetzen durch die Instanzen zu peitschen, was den Bürger zur Ader lässt. Der Vorteil liegt auf der Hand: Der deutsche Michel starrt gebannt auf das Fußballfeld und ist somit abgelenkt, eine öffentliche Debatte findet kaum statt. Neuestes Beispiel ist der heutige Vorstoß unserer Gesundheitsministerin. Nur eins ist derzeit so bewundernswert wie die Leistungsstärke unserer Nationalelf: Die Phantasie der Politiker, uns Bürgern unser sauer verdientes Geld abzunehmen und ihre Bestrebungen, dies möglichst ohne öffentliches Aufsehen zu tun.

COS Roundtable 2006

Ich hatte an dieser Stelle schon darüber berichtet, heute ist mir das endgültige Programm in den elekronischen Briefkasten geflattert: “Creating Culturally Competent Firms - Strategies for Gaining from Cultural Pluralism” heißt die Überschrift der diesjährigen Roundtablegespräche des Center for Organizational Studies in Großbritannien. Die Tagung findet vom 3. bis 5. November in Ashridge nahe Londeon statt. Nähere Informationen über Themen, Referenten, Kosten usw. können Sie sich hier als pdf-Datei herunterladen.
Ich habe an diesen Gesprächen vor zwei Jahren in der Nähe von Barcelona teilgenommen, mir hat die Veranstaltung damals außerordentlich gut gefallen. Dieses Jahr wird es wohl leider nicht klappen. :-(

Ideenmanagement in KMUs

Systematisches Ideen- oder Innovationsmanagement hat in kleinen und mittleren Unternehmen nicht immer den Stellenwert, der ihm eigentlich zukommt. Die Betonung liegt auf “systematisch”, denn es ist unbestritten, dass gerade die KMUs oft die Ideenschmieden unserer Wirtschaft sind. Um die Innovationspotenziale der Mitarbeiter zielgerichtet zu entfalten, hat die Verbundinitiative Automobil NRW das Verbundprojekt “Betriebsübergreifendes Vorschlagwesen” ins Leben gerufen. Auf der Website des Projekts finden Sie neben anderen interessanten Publikationen auch den “Leitfaden für ein Erfolgreiches Vorschlagswesen in mittelständischen Unternehmen” als pdf-Datei zum Herunterladen. Hier steht auf 72 Seiten alles Wissenswerte zum Aufbau eines erfolgreichen Ideenmanagements.
Nach wie vor ein Eiertanz scheint in Deutschland die Integration von Betrieblichem Vorschlagswesen und KVP zu sein. Vor nunmehr zehn Jahren durfte ich ein großes mittelständisches Unternehmen bei der Einführung von KVP begleiten. Damals war die Abgrenzung oder besser die Ergänzung dieser zwei Bereiche ein großer Knackpunkt für ale Beteiligten. Mich würde einmal interessieren, wie die Unternehmen, in denen Sie arbeiten, das Problem BVW versus KVP gelöst haben. Gibt es da zugängliche Quellen?

Komischer Humor

Überschrift in der heutigen Ausgabe der “Schwäbischen Zeitung”:

Peter Renz entdeckt den komischen Humor

Was ist trauriger Humor?

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