Donnerwetter, da hat Marcel Widmer ja etwas losgetreten…
Seit einiger Zeit hatte ich beobachtet, dass Inhalte von “Interessante Zeiten” und eben auch von Marcels “JobBlog” automatisch in einer RSS-Box auf einem dritten Weblog landen, ohne das wir darüber informiert waren. Ich habe Marcel daraufhin angemailt und er hat gleich mal überprüft, wo die Inhalte seines JobBlogs sonst noch so auftauchen. Daraus entstand der Beitrag: “Wer übernimmt Inhalte vom JobBlog?”
Ein Stich ins Wespennest, wie der entsprechende Thread zeigt. Immerhin wurde der Beitrag zwanzig Mal kommentiert.
In meinem Kommentar habe ich geschrieben, dass es für mich nicht einmal so sehr um Rechtsfragen geht, sondern vielmehr um den Stil im Umgang der Blogger untereinander.
Hierzu gibt es ein paar interessante Sätze bei about.com. In dem Artikel “Top 10 Weblog Ethics and Etiquette Tips” heißt es unter anderem:
- Follow Hotlinking Guidelines.
- Credit Your Sources.
- Respect Copyright at All Times.
Und weiter in einem anderen Beitrag unter dem Titel “14 Copyright Tips for Bloggers”:
- Never copy the whole of anyone else’s material: whether it is a picture, an article or a layout.
- Don’t just copy someone else’s stuff, even if it is funny, cool or interesting, without having some new point or comment or criticism of your own.
- Acknowledge your sources if you do copy, and link to them.
Ich bin ja nun schon ein älteres Semester und es gab tatsächlich einmal eine Zeit vor dem Internet. Dort nannte man das Ganze “Zitieren”. Und zu jedem Zitat gab es eine Quellenangabe.
Ich halte das Ganze so:
- Wenn ich auf einem anderen Weblog einen interessanten Beitrag stoße, den ich für einen eigenen Artikel weiter”verarbeiten” verwenden möchte, dann steht in dem Artikel ein “via” mit dem verlinkten Namen des Blogs.
- Zitate (auch Bilder sind Zitate) werden grundsätzlich mit einer verlinkten Quellenangabe veröffentlicht.
- Wenn ich im Zweifel bin, ob ich verlinken soll oder nicht, dann wird verlinkt: In dubio pro lingamini.
Ich hoffe, dieses vorgehen genügt auch juristischen Anforderungen, allerdings kann man sich in Deutschland dessen nie sicher sein, wie Marcel in einem seiner Kommentare richtig bemerkt.
Rebecca Blood hat einen in ihrem Blog einen schönen Beitrag zum Thema veröffentlicht: “Weblog Ethics”. Ich zitiere:
The weblog’s greatest strength — its uncensored, unmediated, uncontrolled voice — is also its greatest weakness.