Der Innovationsleitfaden

“Der Innovationsleitfaden - Der Weg zu neuen Produkten” heißt eine Broschüre des Projektteams Innovital, das Sie als pdf-Datei auf der Website der Universität Graz herunterladen können. Die Autoren bescheiben Innovation als ein Phasenmodell bestehend aus den Schritten:

  1. Situationsanalyse und Strategiebildung
  2. Ideensammlung und Entwicklung
  3. Grobsichtung der Ideen
  4. Machbarkeitsstudie, Ideenbewertung und
  5. Entscheidung für einen Realisierungsplan

Die einzelnen Phasen werden ausführlich erläutert, unterstützende Methoden ausführlich beschrieben und nach der Schwierigkeit ihrer Anwendung kategorisiert.

Organisationsdiagnose

“Keine Maßnahme ohne Diagnose” heißt ein eherner Grundsatz der Organisationsentwicklung. Bevor irgendwelche Interventionen geplant werden, muss man erst einmal wissen, wo eine Organisation überhaupt steht und welche Geschichte(n) sie bereits erlebt hat. Prof. Dr. Stephan Wolff von der Uni Hildesheim hat sich in einer Vorlesung im Wintersemester 2003/4 mit Organisationsdiagnose beschäftigt und die dazugehörigen Folien als pdf-Datei ins Netz gestellt. Vorgestellt werden alle möglichen Verfahren mit ihren Vor-und Nachteilen: Survey-Feedback, Kraftfeldanalyse, Papiercomputer nach Vester u. v. m.
Eine interessante Zusammenfassung!

Das Standardwerk des Unaussprechlichen

Heute habe ich meinen Teilnehmern ein Standardwerk zur Motivationstheorie empfohlen: Flow: Das Geheimnis des Glücks von Mihaly Csikszentmihalyi.

Leider weiß ich bis heute nicht, wie man den Namen des Autors richtig ausspricht. Vielleicht kann mir da ja ein Leser auf die Sprünge helfen?

Flow: Das Geheimnis des Glücks

Eine interessante Bemerkung

Unser Bundespräsident hielt vor ein paar Tagen eine Rede, in der er unser Bildungswesen als “beschämend” beschrieb. Nun ja, wo er recht hat, hat er recht. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass unsere politische Elite mit einer neuen Strategie auf Kritik an ihrer Arbeit reagiert. Wurde früher zurückgekeift oder zumindestens “klargestellt” oder “dementiert”, so wird der Kritiker heute freundschaftlich umarmt:
Positives Echo auf Köhler-Rede”. Vielleicht die wirksamste Methode, Kritik zu erledigen.
In der “Welt” hat Matthias Kamann in seinem Kommentar zur Rede des Bundespräsidenten eine interessante Bemerkung gemacht:

Außer in der Anrede sprach Köhler die Schüler nie an.
Kinder und Jugendliche, das sind diejenigen, die uns derzeit ärgerlicherweise Sorgen wegen unseres Wohlstands bereiten. Dass sie eigene Interessen haben, Perspektiven verlangen, dass der größte Bildungsansporn für sie darin bestände, die Erwachsenen ablösen zu können - das kommt in dem wohlmeinenden Paternalismus nicht vor, den Köhler formulierte. So erwies sich der Präsident als Repräsentant einer Gesellschaft, die Jugend nur als Versicherung für das Fortbestehen des Status quo begreift.

Stimmt, so habe ich das noch gar nicht gesehen.

Die Rede können Sie hier nachlesen.

Dresden und andere bedrohte Stätten des Weltkulturerbes

Letztes Wochenende weilte ich anläßlich eines Open Space Workshops in meiner Geburtsstadt Dresden und betrachtete wieder einmal atemlos das Ensemble Frauenkirche, Semperoper, Hofkirche etc. pp. Für mich ist Dreden eine der schönsten Städte Europas und steht auf der Hitliste meiner persönlichen “magic places” weit oben.
Bekanntlicherweise gibt es derzeit ja einige Diskussion um eine mögliche Aberkennung des Titel “Weltkulturerbe”. Schwacher Trost: Dresden ist nicht allein mit diesem Problem. Die Zeit listet die Orte auf, die die UNESCO auf der schwarzen Liste hat: “Verlust für immer”.

Gleich geht sie los…

die Open Space Konferenz in Dresden mit Teilnehmern aus Schweden, Finnland, Spanien, UK u.v.m. Rund 50 Teilnehmer diskutieren die strategische Ausrichtung ihres Unternehmens und ich darf die Konferenz begleiten. Ich freue mich schon und bin wie immer aufgeregt: Be prepared to be surprised.

Methoden und Werkzeuge zum Wissensmanagement

“Wer nur den Hammer kennt, für den ist jedes Problem ein Nagel.” Ich weiß nicht, von wem dieser vielzitierte Spruch stammt, ich finde ihn aber sehr zutreffend. Methodensicherheit ist eine der wichtigsten Qualitätskriterien für Beratung und deshalb sollte man immer wieder einmal einen Kassensturz in der eigenen Werkzeugkiste veranstalten. Angelika Mittelmann hat eine Toolbox zum Wissensmanagement ins Netz gestellt. Unter anderem werden in einer übersichtlichen Mind-Map Methoden dargestellt zu den Bereichen:

  • Persönliches Wissensmanagement
  • Lernunterstützung
  • Wissenstrukturierung
  • Wissens(ver-)teilung
  • Wissensentwicklung
  • Wissensbewertung

Vielen Dank für diese schöne Arbeit!

OpenSpace-Online® für “Top 10 World Changer 2006″ Award nominiert

Mit dem hoch angesehen Preis zeichnet das World E-Government Forum und PoliticsOnline (USA) dieses Jahr besondere Vordenker und Macher aus, die demokratie-fördernde Prozesse und die Zusammenarbeit im Internet nachhaltig verändern. Die Preisverleihung der Top 10 Gewinner wird vom 18. bis 20. Oktober 2006 im Rahmen des World E-Government Forums in Paris stattfinden.

OpenSpace-Online ist nominiert und ich gratuliere Gabriela Ender und ihrem Team herzlich zu diesem großartigen Erfolg! Wenn Sie dazu beitragen wollen, dass dieser wunderbare Beitrag zum virtuellen Veränderungsmanagement auch zu den Siegern gehört, dann

  1. surfen Sie zu PoliticsOnline,
  2. klicken auf der rechten Seite unter “Changing The World” auf “Click here to vote now!” und
  3. stimmen ab, und zwar bis Ende September!

Ich drücke alle Daumen!!

Online Education and Organizational Development

Über den Lehrgang “Online Education and Training” habe ich an dieser Stelle schon berichtet. Ich habe 2003 diesen Kurs an der Universität London absolviert. Um das entsprechende Zertifikat zu erhalten, musste man damals eine Abschlussarbeit anfertigen, “an essay, project, or portfolio related to your own workplace needs and goals”. Beim Festplattenausräumen bin ich auf mein Essay gestoßen: “Using Methods and Tools of Online Education in Organizational Development”. Der Titel sagt alles, ich habe versucht zu umreißen, wie Methoden des virtuellen Lernens für die Organisationsentwicklung genutzt werden können. Vielleicht hat jemand Erfahrung mit dem Thema, ich würde mich über einen Austausch sehr freuen. Ach ja, das Essay gibt es hier.

Suboptimierung

Eine der häufigsten Klagen von Managern, die ich als Oranisationsberater immer wieder zu hören bekomme, betreffen das Phänomen der “Suboptimierung”. Im Betrieb optimieren Abteilungsleiter ihre eigenen Bereiche ohne darauf zu achten, inwieweit sich dies mit dem Unternehmen in seiner Gesamtheit verträgt. Nun müssen sich Manager fragen lassen, ob sie nicht ein Teil des Problems sind, indem sie beispielsweise Kennzahlensysteme kreieren, die Partikularinteressen Vorschub leisten. Wenn ich an Zahlen gemessen werde, die ausschließlich nur für meine Abteilung gelten und vielleicht sogar von den Kennzahlen anderer Bereiche negativ beeinflusst werden, dann sorge ich eben dafür, dass “mein Laden sauber bleibt”. Ich kenne aus eigener Erfahrung, wieviel Energie es kostet, darüber zu streiten, wer nach einem Produktionsstillstand die Ausfallzeit “auf die Uhr bekommt”. Ob das zielführend im Gesamtinteresse des Unternehmens ist, wage ich zu bezweifeln:

Optimizing the outcome for a subsystem will in general not optimize the outcome for the system as a whole.

Zu lesen ist dieser Satz am Anfang eines Artikels von F. Heylighen, der Suboptiomierung behandelt: “The problem of suboptimization”.

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