Wie man verhandelt

Manchmal wäre es sicher vernünftig, etwas Etymolgie zu betreiben und sich ins Gedächtnis zu rufen, dass Ver-Handeln von Handeln kommt. “Do ut des”, sagt der Römer, “ich gebe, damit Du gibst”. Oder andersherum: Ein Geschäft ist dann ein gutes, wenn beide Seiten etwas davon haben.
In der Reihe “GründerZeiten”, die das BMWi herausgibt, beschäftigt sich das Heft Nr. 8 mit der Verhandlungsführung.
Auf sechs Seiten gibt es einen knappen Überblick über das Harvard-Verhandlungskonzept und zwei Checklisten zur Gesprächsführung und zu typischen Verhandlungsfehlern.

Businesspläne bis zum Abwinken

Vielleicht können Neugründer damit etwas anfangen. BPlans.com hat eine Liste mit 60 Musterbusinessplänen veröffentlicht. Es kommt noch besser: Es gibt nämlich auch ein Business Plan Archive mit über 3400 (!) einschlägigen Dateien. Glückliches Amerika, das Land der Gründer und Pioniere. Nun weiß ich nicht, ob man US-Businesspläne so ohne weiteres auf europäische Verhältnisse übertragen kann. Entscheiden Sie selbst!

Business Blog-Karneval Ein Beitrag im Rahmen des 1. Business Blog-Karneval.

Mitarbeiter und Wissensmanagement

Im Februar 2004 haben einige Leser auf Martin Rölls Weblog eine Diskussion zu seinem Artikel “Krieg und Frieden im Wissensmanagement” geführt. Ich schrieb damals:

Unternehmen und Mitarbeiter haben einen fundamentalen Interessengegensatz: Das Unternehmen strebt danach, Mitarbeiter austauschbar zu machen, der Mitarbeiter hat ein Interesse an seiner Unersetzbarkeit (heute mehr denn je). Mein Erfahrung und mein Wissen ist der einzige “Faustpfand” der mir als Mitarbeiter noch verbleibt. Soll ich den einfach so aus der Hand geben?

Für mich ist das immer noch der Hinderungsgrund bei der Implementierung von Systemen zum Wissensmanagement. Hierzu hat die FTD einen Beitrag veröffentlicht: “Jenseits der Datenbanken”. Ein Zitat:

Noch aber drücken sie (die Unternehmen, SL) sich vor der Frage, warum Mitarbeiter ihr Wissen uneigennützig in den Dienst des Arbeitgebers stellen sollen.

Eben. Womit wir wieder bei der Frage wären, unter welchen Umständen die Mitarbeiter dies vielleicht doch tun würden. Bei gegenseitigem Vertrauen vielleicht?

APV Darmstadt, kurze Nachlese

Donnerwetter, da haben sich die Herren aber ins Zeug gelegt. Ich habe nicht bereut, dass ich nach dem Begrüßungsabend mitten in der Nacht (08:30 Uhr) ins Haus der Industriekultur zu den Vorträgen gefahren bin.
Gerade die Vorträge zu Change- und Wissensmanagement, die ich besonders im Fokus hatte, haben mir am besten gefallen. In ersterem wurde das Phasenmodell vom Kurt Lewin (Unfreezing-Moving-Refreezing), in letzterem die Bedeutung neuer Medien für den Austausch von Wissen in Anbetracht der begrenzten Zeit hervorragend auf den Punkt gebracht. Gratulation!
Was ich mir einmal näher ansehen möchte: Den State-Gate-Prozess zur systematischen Umsetzung von Innovationen.

Ein kleiner Versprecher am Rande:

Lassen Sie uns Beteiligte zu Betroffenen machen!

:cool:

Jahrestagung des APV Darmstadt

Aus alterVerbundenheit bin ich bis zum heutigen Tag Mitglied des Akademischen Papieringenieurvereins Darmstadt (APV). Seit einigen Jahren nehme ich auch wieder regelmäßig an den Jahretagungen teil, allerdings mehr um alte Freundschaften zu pflegen. Die Vorträge am Samstag Morgen sind i. d. R. technisch orientiert und für mich nicht mehr ganz so interessant, schließlich habe ich die Papiermacherei vor nunmehr 15 Jahren an den Nagel gehängt.
Dieses Jahr werde ich eine Ausnahme machen und am Samstag den Frühaufsteher geben. Unter dem Titel “Managementmethoden in der Papierindustrie” gibt es heuer insgesamt sechs einschlägige Referate:

  1. Unternehmensstrategie
  2. Change-Management
  3. Methoden zur Produktivitätssteigerung
  4. Innovationsmanagement
  5. Kunden-/Lieferantenmanagement
  6. Wissensmanagement

Gehalten werden die Vorträge, wie in Darmstadt üblich, von Ingenieuren aus der Papierindustrie, die sich über mehrere Monate auf ”ihre” Tagung vorbereitet haben.
Besonders neugierig bin ich auf die Themen Change-und Wissensmanagement, wie sie von Praktikern aus der Industrie wahrgenommen werden. Ich bin gespannt, zumal sich in Durchführung und Ablauf der Vortragsreihen in den letzten Jahrzehnten sehr wenig ge”changed” hat. ;-)

Balance halten!

Die Arbeit wird nicht weniger, der Leistungsdruck steigt unaufhörlich. Ich kenne kaum jemanden, dem heute noch etwas geschenkt wird, ob selbstständig oder angestellt. Da ist es wichtig, ab und zu innezuhalten und sich daran zu erinnern, dass das Leben viele Facetten hat. Arbeit ist ein wichtiger Teil des Lebens, aber eben nur ein Teil. Vernachlässigen Sie vor lauter Arbeit nicht Ihre Familie und pflegen Sie Freundschaften. Nicht zuletzt sollten Sie auch für sich selbst sorgen. Wann nehmen Sie sich Zeit nur für sich selbst? Arbeit, Familie/Freunde und das eigene Wohlbefinden sollten ein dynamisches Gleichgewicht bilden. Und denken Sie daran: Wenn eine der drei Eckpfeiler wegbricht, haben Sie immer noch zwei. Aber nur, wenn Sie diese in der Vergangenheit aufgebaut und gepflegt haben.

Business Blog-Karneval Ein Beitrag im Rahmen des 1. Business Blog-Karneval.

Sie hat es geschafft!

Vor einiger Zeit habe ich hier berichtet, dass Gabriela Ender und ihr OpenSpace-Online für den “Top 10 World Changer 2006″ Award nominiert wurde. Heute kam die Nachricht, dass sie es tatsäclich unter die ersten Zehn geschafft hat:

!! Wir haben den << TOP 10 WORLD CHANGER 2006 >> AWARD DOCH GEWONNEN !! OpenSpace-Online gehört zu “The Top 10 Who are Changing the World of Internet and Politics” !!
Vor wenigen Stunden erfuhren wir, dass wir zu den Gewinnern gehören. Wir hatten nicht mehr mit einem Siegerplatz gerechnet, weil PoliticsOnline angekündigt hatte, alle Top 10 Gewinner nach Paris einzuladen und wir keine Einladung erhielten.
Uns war aber ein zeitnahes „Dankeschön an alle Unterstützer“ wichtig und deshalb die eMail vom vergangenen Wochenende. Nun sieht es so aus, als ob nur ein Gewinner während des 3tägigen World E-Gov Forums Ende letzter Woche vertreten war und die anderen 9 Sieger erst heute benachrichtigt wurden.
Top 10 wurden alle, die über 18.000 Stimmen bekamen. Bitte schauen Sie, was PoliticsOnline dazu sagt und mit wem wir zusammen diesen Preis gewonnen haben. Wir können es selbst noch kaum fassen:
http://tinyurl.com/yj5bl7

NOCHMALS GANZ HERZLICHEN DANK für jede kleine und große Unterstützung!

Mit besten Grüßen und bis demnächst,
Ihre Gabriela Ender & Team

Herzlichen Glückwunsch und noch viele solcher Nachrichten! :-D

Nichts wie weg!

Laut einer Meldung der Tagesschau warnt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) davor, dass immer mehr junge Leute Deutschland verlassen um ihr Glück woanders zu machen. Der Präsident des DIHK, Ludwig Georg Braun:
“Darunter sind viele qualifizierte und hoch motivierte Köpfe. Das ist ein Alarmzeichen.”
Weiter fordert Braun, dass der deutsche Arbeitsmarkt für gut ausgebildete Ausländer stärker geöffnet wird. Die Frage ist nur, wer von diesen gut ausgebildeten Ausländern überhaupt hierher will, wo doch schon die einheimischen KollegINnen das Weite suchen.
Die Ursachen? Verantwortlich sind für Braun natürlich mal wieder die Anderen, über den eigenen Beitrag zu dieser mißlichen Lage verliert er keinen Ton.

Ein Versprechen

Gerhard Schröder im Spiegel-Gespräch:

Für mich gibt es keine Rückkehr.

Wäre ja nicht das erste Mal, dass Politiker ihre Versprechen nicht halten.

Orchestre National de Jazz

Gestern Abend gab im Bahnhof Fischbach in Friedrichshafen das Orchestre National de Jazz ein Konzert mit Stücken von Led Zeppelin. Ich habe den Abend sehr genossen und kann jedem Leser nur empfehlen, sich das Orchester anzuhören, wenn sich die Gelegenheit bietet. Allerdings gibt es nur noch zwei Konzerte in Deutschland, heute Abend in Jena und morgen in Oldenburg.

Wer es nicht schafft, hier gibt es die Musik auch konserviert:

Close to Heaven [Digipack]

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