Geld ohne Arbeit

Apostel Paulus sagt im zweiten Brief an die Thessalonicher:

Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen.

Dieses Zitat ist über die Jahrhunderte zur subjektiven Wahrheit, zum Glaubenssatz geworden. Doch in letzter Zeit wird das eherne Prinzip von führenden Experten immer mehr in Frage gestellt. Bedingungsloses Grundeinkommen heißt das Stichwort. Reinhard Loske von der “Zeit” hat einen Artikel zum Thema geschrieben, in dem er das zugrunde liegende Prinzip erläutert.

Vielleicht geht es Ihnen so wie mir: Nach dem ersten Abwehrreflex bekommt bei mir das Grundeinkommen das Prädikat “äußerst überlegenswert”. Übrigens kommen in der “Zeit” auch die Kritiker des Grundeinkommens zu Wort.
Norbert “die Rente ist sischä” Blüm hält es in seiner Entgegnung für ungerecht: “Wahnsinn mit Methode”.

Wenn Sie sich ins Thema weiter einlesen wollen, dann hilft Ihnen das “Archiv Grundeinkommen” weiter.

Social Software

Kollege Tim Schlotfeldt hat mir kürzlich das Büchlein Social Software: Weblogs, Wikis & Co empfohlen, das Knut Hildebrand und Josephine Hofmann herausgegeben haben. Das war ein Supertipp, llieber Tim. Wer sich kurz und knapp, aber dennoch fundiert schlau machen will, ist mit dieser Artikelsammlung gut bedient. Besonders nützlich für mich war der Beitrag von Ayelt Komus: “Social Software als organisatorisches Phänomen- Einsatzmöglichkeiten im Unternehmen”. Herrn Komus gibt es auch zum Hören, in einem Podcast des Deutschlandfunks. Der Titel: “Social Software: Blogger und Wikipedianer können Unternehmen als Vorbild dienen”.

Post-Politik und Postdemokratie

Nein, die beiden Begriffe haben nichts mit der Deutschen Post zu tun. Telepolis weist in einem einschlägigen Beitrag auf zwei bemerkenswerte Einträge in der Wikipedia hin: Post-Politik und Postdemokratie eben.

Ein Teufelskreis

Heute vermeldet Golem, einmal mehr: “Telekom verliert rapide Kunden”.
Das kommt mir gerade geschliffen, wie der Schwabe sagt. Gestern rief wieder einmal ungebeten so ein schnellschwätzender T-Mensch an, um mir irgendein Angebot aufzuschwatzen. So rückt mir die Telekom ungefragt während der Arbeit auf die Pelle, meine Reaktion war dementsprechend angefressen. Versuchen Sie andererseits einmal, sich im Ravensburger T-Punkt ordentlich beraten zu lassen. Gelernte DDR-Bürger dürften sich bei diesen Warteschlangen an alte Zeiten erinnert fühlen. Und so beißt sich die Katze in den Schwanz. Einerseits wollen die T-Chefs Kosten sparen, bauen qualifiziertes Personal ab und setzen auf Kundenbetreuung light, andererseits laufen ihnen genau aus diesem Grund die Kunden in Scharen davon. Dazu bieten Sie Tarife an, die in ihrer Übersichtlichkeit und Verständlichkeit unseren Steuergesetzen ähneln.
Wer hier Ähnlichkeiten zur Deutschen Bahn sieht, liegt vermutlich richtig, nur fehlt der die entsprechende Konkurrenz.
Es gibt einen alten Grundsatz aus der Kurzzeittherapie von Steve deShazer:

Wenn etwas funktioniert, mach mehr davon.
Wenn etwas nicht funktioniert, mach etwas anderes.

Manchmal hilft Kurzzeittherapie auch im Management.

Neusprech in der Wirtschaft (16)

Bayerns Ministerpräsident Stoiber bezeichnete v. Pierer am 20. April als

eine der größten Unternehmerpersönlichkeiten der letzten Jahrzehnte.

Diese Sprachschluderei ist einfach nicht totzukriegen. Noch einmal, auch für Sie, Herr Ministerpräsident: Ein Manager ist kein Unternehmer, sondern eine angestellte Führungskraft in einer Institution mit unternehmerischen Aufgaben. Ein kleiner, aber sehr feiner Unterschied, den Sie spätestens dann merken, wenn Sie Ihre eigene Firma als Unternehmer an die Wand gefahren haben!

Zum Rücktritt des Herrn von Pierer

Man sollte dieser Tage aufpassen, dass man nicht in den Chor derer einstimmt, die keine Ahnung haben und dennoch überall mitquaken. Dennoch habe ich als blutiger Laie eines nicht verstanden:
In der Zeit als Herr von Pierer Chef des Riesenkonzerns Siemens war, wurden um die 420 Millionen Euro für zwielichtige Zwecke verwendet. 420 Millionen Euro dürften auch für Siemens keine Peanuts mehr sein (aber vielleicht bin ich da zu blauäugig). Nun gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder v. Pierer hat davon wirklich nichts gewußt, dann hatte er den Laden nicht im Griff. Oder er hat davon gewußt, dann hat er Regeln verletzt, um es vorsichtig auszudrücken.
Einer der das viel besser formulieren kann, ist Winand von Petersdorff von der FAZ: “Pierers Verantwortung“. Ein lesenswerter Artikel.

[via Indiskretion Ehrensache]

Grundlagen der Statistik

Ein Gebiet der Mathematik, das mich von jeher fasziniert hat, ist die Statistik. Wahrscheinlich liegt das mit meiner früheren Tätigkeit als Papieringenieur zusammen. Papiermachen ist ein komplexes Thema und da kann es nicht schaden, etwas von statistischer Versuchsplanung oder Regressionsanalyse zu verstehen.
Auf der Website “statistic4u” können Sie die Grundlagen der Statistik lernen. Wie man Statistik mit Excel verbindet, zeigt ein Lernprogramm der Clemson University. Weitere Quellen zum Thema Statistik mit Excel bei Mathtools.net.
Nun muss mir nur noch mal jemand erklären, warum die Sozialwissenschaftler bei Korrelationskoeffizienten um die 0,6 begeistert von “Zusammenhängen” sprechen. Das habe ich bis jetzt noch immer nicht verstanden.

Wie Bewußtsein funktioniert

Ein kluger Kopf hat einmal behauptet, die Philosophen seine heute in der physikalischen Fakultät zu finden. Das ist auch schon wieder einige Jahre her. Vielleicht haben die (Neuro-) Biologen diese Rolle übernommen. Stuart Hameroff unternimmt auf seiner Website den Versuch,  Bewußtsein aus naturwissenschaftlicher Sichtweise zu beschreiben. Wenn Sie chemische, biologische und physikalische Fachausdrücke nicht abschrecken, dann erhalten Sie interessante Einsichten zum Thema.

Facilitating Meetings an der BA Ravensburg

Die CommunicationCoaches hatten noch einen Workshop nachzuholen. Gestern und heute fand er statt. Das Thema war “Facilitating Meetings”, Ort des Geschehens die Berufsakademie Ravensburg. Es hat Spaß gemacht, Danke fürs Mitmachen.

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Die Überalterung in Deutschland

… wirft ihre Schatten voraus.

Gesehen in Weißenstein, Lkr. Göppingen.

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