Im österreichischen Linz ist die AGB beheimatet, das Ausbildungsinstitut für Gruppe und Bildung. Das AGB gibt eine ganze Reihe Publikationen heraus, deren Nutzwert für Organisationsberater gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Im Heft “Großgruppenanimation” (leider vergriffen) steht unter dem Stichwort “Verschnittgruppen” zu lesen:
Dies ist die aktivierendste und zugleich persönlichste Moglichkeit, wie Untergruppen einer Großgruppe ihre Ergebnisse und Informationen an die übrigen Teilnehmer weitergeben können: Je ein Mitglied eines Arbeitskreises/Untergruppe bildet mit je einem Mitglied aller anderen Untergruppen eine neue Gruppe - die Verschnittgruppe. So sitzen so viele Teilnehmer beisammen, wie es Untergruppen gab.
Eine Skizze aus dem o.a. Buch erklärt, wie es geht:

Beschränken wir uns auf den formalen Ablauf, dann funktioniert so auch das World Café. Es werden ständig neue Untergruppen gebildet, die Fragen diskutieren, die von den Facilitators vorgegeben werden. Auf diese Weise findet ein intensiver Austausch über das Oberthema statt. Das Format ist also relativ einfach, die Schwierigkeit besteht m. E. in der Formuierung zweckmäßiger Fragen, die aktivieren und fokussieren sollen ohne die Teilnehmer einzuschränken. Ob das überhaupt möglich ist, ist eine Frage philosophischen Ausmaßes.
Wer Näheres zum Ablauf eines World Cafés wissen will, wird fündig bei Moderatio, Dr. Dirk Osmetz, Jobscout24 oder bei ManagerSeminare. Die Autoren von “Großgruppen-Animation”, Reinhold Rabenstein und René Reichel, werden nicht erwähnt, zumindest konnte ich nichts finden. So ist es halt…