Experimente aus der Psychologie

Die amerikanische Firma Thomson ist auf dem Gebiet des Fernstudiums tätig. Auf ihrer Website finden Sie mehr als zwei Dutzend psychologische Experimente, die Sie sofort ausprobieren können. Da geht es um den McGurk-Effekt genauso wie um den bekannten Blinden Fleck. Sie benötigen Macromedia Flash um die Experimente durchzuführen sowie den zweiten Browsertab für die Wikipedia, um zu verstehen, was sich hinter den Tests verbirgt.

Argumentieren lernen

In den endlosen Weiten des Netzes bin ich auf eine Seite gestoßen, auf der das Argumentieren grafisch dargestellt und erklärt wird. Sie können sich das ganze Spektrum anschauen, es reicht von einfacher Argumentation bis zur Makrostruktur. Die Seite wird betrieben von der Firma Austhink, die eine Software zur Visualisierung von Schlussfolgerungen (soweit ich das verstanden habe) namens Rationale vertreibt. Ich finde derartige “Brainware” ja hochinteressant, momentan schreckt mich der Preis von 199$ ab, vielleicht lade ich einmal die Trialversion herunter um ein bißchen damit herum zu spielen.

Broschüre zur Wissensbilanz

Das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau in Rheinland-Pfalz gibt eine Anleitung heraus, wie Sie für Ihr Unternehmen eine Wissensbilanz erstellen können. Für mich persönlich ist diese Brsochüre die derzeit beste frei erhältliche Publikation zum Thema. Das meinen offensichtlich auch andere und daher ist in der Zwischenzeit die zweite Auflage erschienen. Hier geht es zum Download.

[via Wissensbilanz-Blog]

Neusprech in der Wirtschaft (17)

Wenn Sie öfters Bullshit Bingo spielen und Ihnen langsam die Ausdrücke für die Spielfelder ausgehen, dann ist Rettung in Sicht. In der online-Ausgabe der Financial Times Deutschland gibt es eine Reihe, die die neuesten Modewörter (”Buzzwords”) aus dem Management, vorstellt: Mitreden im Business Talk. So erfahren Sie etwa, was ein “wholenighter” oder eine “facetime” ist. Wenn Sie die Bedeutung der Wörter jedoch gar nicht interessiert, ist das auch in Ordnung. Die Kenntnis der Inhalte ist keine Voraussetzung um Bullshit Bingo zu spielen.

Ethisch handelnde Unternehmen

Es gibt ein Magazin namens “Etisphere“, in dem es um um die Wechselwirkungen von Ethik und Wirtschaft geht. Bei der Recherche hat sich gezeigt, dass das deutsche Impressum durchaus seine Vorteile hat. Das Einzige, was ich über die Zeitschrift herausbekommen konnte, ist die Herkunft, USA nämlich. Wie auch immer, selbiges Journal hat die ethischsten (wie lauatet der Superlativ im Deutschen eigentlich?) Unternehmen des Jahres 2007 gekürt. Als einziges deutsches Unternehmen konnte ich lediglich Aldi (!) entdecken. Wenn Sie wissen wollen, wie die Ergebnisse zustande kommen, können Sie auf der Website Kriterien und Vorgehensweise nachlesen.

Das Skeptische Wörterbuch

Laut der allwissenden Wikipedia bezeichnet einen Skeptiker u.a. 

umgangssprachlich einen misstrauischen, ungläubigen, zum (übertriebenen) Zweifel neigenden Menschen, siehe auch Zweifler, Pessimist.

Wenn Sie zu diesen Menschen gehören, dann finden Sie im Internet das passende Wörterbuch. Es ist mitunter amüsant zu lesen, wie darin einige heilige Kühe geschlachtet und so mancher Unsinn gerade gerückt wird.

Es gibt auch eine weit umfangreichere englischsprachige Version: The Sceptic’s Dictionary. Von abracadabra bis zombies wirs hier alles unter die Lupe genommen, was “Strange Beliefs, Amusing Deceptions, and Dangerous Delusions” sind.

Lerntheorien

“Nichts ist praktischer als eine gute Theorie”, soll der Urvater der Organisationsenticklung, Kurt Lewin, einst gesagt haben. Da kann es nicht schaden, sich als Trainer oder Weiterbildner etwas näher mit Lerntheorien auseinander zu setzen. Auf der Website mit dem bezeichnenden Titel “The Theory Into Practice Database” von Greg Kearsley finden Sie Steckbriefe zu den wichtigsten Lerntheorien. Literaturangaben und Linkangaben erleichtern die weiterführende Recherche.

Blitzlichter vom World Café (4): Ein Tool oder mehr?

Am letzten Nachmittag des World Cafés in Dresden gab es verschiedene Workshops zum World Café selbst. Ich entschied mich für den Workshop, in dem Jeffrey Beeson zu “Designing a World Café” referierte. Beeson warnte entschieden davor, das World Café als ein Tool zu betrachten, die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns sei groß, vielmehr sei das World Café ein Prozess. Die Phasen des Prozesses definierte er am Flipchart ungefähr so:

WC_Prozess

Vor dem eigentlichen World Café seien eine Reihe von Vorbereitungstreffen (V) erforderlich, die ihrerseits auch schon wirksame Interventionen seien. Nach dem World Café (WC) seien Follow-up-Maßnahmen sinnvoll, um die Ergebnisse zweckmäßig zu verarbeiten. In der vorbereitenden Phasen könne sich übrigens auch herausstellen, dass das World Café gar nicht das angemessene “Format” für die gegebene Zielsetzung sein müsse.
Ich stimme Beeson absolut zu, dass diese Vorgehensweise sinnvoll ist, nur was hat sie speziell mit dem World Café zu tun? Was er hier beschreibt, ist die Standardvorgehensweise in der Organisationsentwicklung. Keine Maßnahme ohne Diagnose lautet ein eisener Grundsatz der OE. Das Format richtet sich nach der Zielsetzung und nicht umgekehrt.

Prozess OE

Ich bleibe dabei, World Café ist ein Tool, das sich innerhalb eines Veränderungsprozesses hervorragend einsetzen läßt, wenn’s passt, wie der Bayer sagt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Blitzlichter vom World Café (3): Das Format

Im österreichischen Linz ist die AGB beheimatet, das Ausbildungsinstitut für Gruppe und Bildung. Das AGB gibt eine ganze Reihe Publikationen heraus, deren Nutzwert für Organisationsberater gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Im Heft “Großgruppenanimation” (leider vergriffen) steht unter dem Stichwort “Verschnittgruppen” zu lesen:

Dies ist die aktivierendste und zugleich persönlichste Moglichkeit, wie Untergruppen einer Großgruppe ihre Ergebnisse und Informationen an die übrigen Teilnehmer weitergeben können: Je ein Mitglied eines Arbeitskreises/Untergruppe bildet mit je einem Mitglied aller anderen Untergruppen eine neue Gruppe - die Verschnittgruppe. So sitzen so viele Teilnehmer beisammen, wie es Untergruppen gab.

Eine Skizze aus dem o.a. Buch erklärt, wie es geht:

Format Verschnittgruppe

Beschränken wir uns auf den formalen Ablauf, dann funktioniert so auch das World Café. Es werden ständig neue Untergruppen gebildet, die Fragen diskutieren, die von den Facilitators vorgegeben werden. Auf diese Weise findet ein intensiver Austausch über das Oberthema statt. Das Format ist also relativ einfach, die Schwierigkeit besteht m. E. in der Formuierung zweckmäßiger Fragen, die aktivieren und fokussieren sollen ohne die Teilnehmer einzuschränken. Ob das überhaupt möglich ist, ist eine Frage philosophischen Ausmaßes. ;-)

Wer Näheres zum Ablauf eines World Cafés wissen will, wird fündig bei Moderatio, Dr. Dirk Osmetz, Jobscout24 oder bei ManagerSeminare. Die Autoren von “Großgruppen-Animation”, Reinhold Rabenstein und René Reichel, werden nicht erwähnt, zumindest konnte ich nichts finden. So ist es halt…

Blitzlichter vom World Café (2): Bilder

Ein paar Fotos vom Weltcafé in Dresden, aufgenommen in der Technischen Universität und im Ballsaal des Park Plaza Hotels…

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