Schlechte Noten für die Schule

hieß die Sendung aus der Reihe SWR-Nachtcafé, die gestern Abend ausgestrahlt wurde. Auch Rudolf Bosch, der Rektor der Ravensburger Kuppelnauschule war Teilnehmer der Diskussionsrunde. Wir erinnern uns: Rudolf Bosch war einer der Initiatoren des offenen Briefes, in dem an die hundert Hauptschullehrer die Abschaffung der Hauptschule forderten.

Nun wissen nicht nur Kommunikationsspezialisten, dass es nicht nur darauf ankommt, WAS jemand sagt, sondern auch WIE jemand etwas sagt. Die Art und Weise, wie Josef Kraus, der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, seine Meinung vortrug, war schlichtweg inakzeptabel. Selten stieß man auf so viel Borniertheit. Auch das Studiopublikum reagierte mitunter mit Fassungslosigkeit. Ist es Zufall, dass gerade Herr Kraus die Dreigliedrigkeit des Schulsystems verteidigte? Schade, ich hätte mir einen  Fürsprecher des Status Quo gewünscht, bei dem die Argumente nicht durch Arroganz entwertet worden wären. Jeder schadet seinem Anliegen, so gut er eben kann.

Rudi Bosch habe ich einmal bei einer privaten Geburtstagsfeier kennen gelernt. Ich habe immer seine Zivilcourage bewundert. Nach der Sendung weiss ich auch, mit welcher (angenehmer) Eloquenz er seinen Standpunkt vertritt. Einmal mehr: Respekt!

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Einzigartige Hotelzimmer

Vor Jahren habe ich einmal über einen Geschäftsreisenden gelesen, der die Hotelzimmer, in denen er auf seinen vielen Reisen nächtigte, fotografiert hat. Wenn ich mich richtig daran erinnere, ist damals ein kompletter Bildband daraus entstanden. Bei Gargles kann man Fotos wirklich einzigartiger Hotelzimmer betrachten. Mal sehen, die Idee von den Hotelzimmerfotos finde ich schon irgendwie faszinierend, vielleicht mache ich so etwas mal mit Seminarräumen.

Welcome to Life

Ravensburg, die Insel der Seeligen inmitten der von der Globalisierung aufgewühlten See, erlebt derzeit Bedrohliches. Nach entsprechenden Vorgängen bei Voith, Müller Weingarten, StoraEnso nun auch Thyssen Krupp Drauz Nothelfer. Geplant ist die Schließung des Ravensburger Werkes mit rund 450 Beschäftigten. Alle sind sich darüber einig, wie stillos wieder einmal die Belegschaft über die geplante Schließung (nicht) informiert wurde und dass es Zeit für Aktionen ist. Nicht einig ist man sich über die Ursachen der o. a. Personalabbaumaßnahmen. “Globalisierung” lautet der Lieblingsgrund der Lokalpolitiker. Wie schon Maturana sagt: “Erklärungen sind Schnuller”. Ich glaube, der Geschäftsführer der Kreishandwerkershaft Franz Moosherr kommt der Wahrheit näher, wenn er meint, dass man bei der Verkehrs-Infrastruktur einen erheblichen Nachholbedarf habe. Wer einmal mit dem Auto von Ulm in Richtung Bodensee gefahren ist, weiß, dass ab Biberach die Welt zu Ende ist. Das Drama mit der Südbahn braucht dabei gar nicht erwähnt zu werden. Auf deutsch: Ravensburg liegt verkehrstechnisch gesehen in einem toten Winkel Deutschlands. Zeit, aufzuwachen.

Vergessene Fahnen

Florian Thalhofer und Juliane Henrich sind kreuz und quer durch die Rapublik gereist auf der Suche nach Fahnen, die nach der Fußballweltmeisterschaft von ihren Schwenkern irgendwo zurückgelassen wurden. Auf so eine Idee muss man erst mal kommen. Über diese Reise wurde auch ein Film gedreht: “Vergessene Fahnen“. Der Streifen  dauert über 90 Minuten und kann im Netz betrachtet werden, allerdings nicht unbedingt in einem Stück, sondern mundgerecht in Scheiben, wie betont wird. Ich bin den Rest der Woche ohnehin im Hotel. Das werde ich mir anschauen.

Telefonieren im Flugzeug

Klar, es musste so kommen. Golem vermeldet: “Airbus hat als erster Flugzeugbauer das Recht bekommen, ein Handynetz an Bord seiner Maschine zu installieren und betreiben.” Na toll, da werden viele froh sein, denen momentan die Triebwerke gar nicht schnell genug zum Stillstand kommen können, damit sie nach der schlimmen handylosen Flugzeit endlich wieder ihren Sprechknochen anstellen können. ;-)

Sind Sie arbeitssüchtig?

In den USA, genauer gesagt in Kalifornien, gibt es das Gegenstück zu den Anonymen Alkoholikern, die Workaholics Anonymous. Denn auch Arbeit kann zur Sucht werden. Die Organisation hat zwanzig Fragen formuliert, mit denen man erkennen kann, ob man gefährdet ist, arbeitssüchtig zu werden:

    1. Do you get more excited about your work than about family or anything else?
    2. Are there times when you can charge through your work and other times when you can’t?
    3. Do you take work with you to bed? On weekends? On vacation?
    4. Is work the activity you like to do best and talk about most?
    5. Do you work more than 40 hours a week?
    6. Do you turn your hobbies into money-making ventures?
    7. Do you take complete responsibility for the outcome of your work efforts?
    8. Have your family or friends given up expecting you on time?
    9. Do you take on extra work because you are concerned that it won’t otherwise get done?
    10. Do you underestimate how long a project will take and then rush to complete it?
    11. Do you believe that it is okay to work long hours if you love what you are doing?
    12. Do you get impatient with people who have other priorities besides work?
    13. Are you afraid that if you don’t work hard you will lose your job or be a failure?
    14. Is the future a constant worry for you even when things are going very well?
    15. Do you do things energetically and competitively including play?
    16. Do you get irritated when people ask you to stop doing your work in order to do something else?
    17. Have your long hours hurt your family or other relationships?
    18. Do you think about your work while driving, falling asleep or when others are talking?
    19. Do you work or read during meals?
    20. Do you believe that more money will solve the other problems in your life?

 Ich finde, die Fragen haben es in sich. Die Organisation sagt, dass bei mehr als 3 (!) Ja-Antworten die Möglichkeit der Arbeitssucht nicht auszuschließen sei. Wie auch immer, ich finde, es lohnt sich, für sich einmal diese Frage zu beantworten. Wenn Sie dabei ins Grübeln kommen, schadet das nicht.

BTW: Ich konnte die zweite Frage nicht so richtig verstehen. Vielleicht kann einer der LeserInnen mir verraten, was damit gemeint sein könnte.

[via Management-Issues]

Wieder da!

Ich hatte es mir fest vorgenommen und mich hardwaretechnisch umfassend darauf vorbereitet, doch es hat wieder nicht geklappt: Das Bloggen aus dem Urlaub. Wir waren eine Woche an der Costa de la Luz und in Sevilla. Das Hotel war hervorragend, aber leider gab am zweiten Tag der Internetanschluss den Geist auf und das Bloggen aus einer Box in einem Internetcafé ist nicht so mein Ding. Aber jetzt wieder frisch auf ans Werk. :-)

“Ich liebe Dich” international

Es geht der Urlaubszeit entgegen, manche stecken schon mitten drin, da wird es Zeit, sich etwas mit Fremdsprachen auseinander zu setzen. Fuer diejenigen, die sich auf das Wesentliche beschraenken wollen, gibt es eine Website, auf der “Ich liebe Dich” in x Sprachen uebersetzt ist. Wenn Sie dieses Jahr im Lande bleiben wollen, es ist auch Schwaebisch, Saechsisch, Ostfriesisch und anderes dabei. Jetzt muessen Sie nur noch aufpassen, gegenueber wem Sie sich erklaeren.

Apple ist auch nicht anders und schon gar nicht besser

Mir war die Begeisterung der Apple-Jünger schon immer etwas suspekt, sie hatte für mich immer der Anstrich von Glaubenssätzen. Nun bin ich mit iTunes ja auch Appleuser und alles andere als hellauf begeistert. Ich drücke mich immer vor jedem zweiten Update, weil dann die Fremdbestimmungsorgie wieder losgeht, eine Desktopverknüpfung hier, ein Taskleistenicon da usw. Nun darf ich auch die QuickTime-Alternative nicht mehr benutzen, wie Golem vermeldet. Schade, aber man komme mir nicht mehr mit Lobreden über die Ausnahmefirma Apple. Da gibt es keinen Unterschied zu MS, nur das Design ist ansprechender.  :smile:

Mitwirkung der Bürger

In Baden -Württemberg gab es kürzlich heftigen Streit über die Einführung von Französisch als erste Pflichtfremdsprache an den Schulen des Oberrheins. Na ja, eigentlich war es gar kein Streit, sondern es lief so wie immer. Die Bürger beschwerten sich und wurden im Gegenzug von der politischen Elite ignoriert. Arroganz der Macht nennt man so etwas. In der Schwäbischen Zeitung gibt es zur Schulpolitik einen Leserbrief von Dr. Willibald Sprißler. Zitat:

In 40 Jahren Berufstätigkeit habe ich es nie erlebt, dass die oberste Schulbehörde vor einer der vielen so genannten Reformen Schulen und Lehrerbildungseinrichtungen um ihre Meinung gefragt hätte. Kritische Fragen wurden mit der Feststellung beantwortet, es sei der „politische Wille“, dass so verfahren würde.

So ist es, wo kämen wir auch hin, wenn die Eltern (Politiker) die Kinder (Bürger) nach ihrer Meinung fragen würden. Da würden die Affen den Zoo regieren! :evil:

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