Letzten Donnerstag nahm ich an einem Workshop zu o.a. Thema teil, der von der Firma Nitor in Esslingen veranstaltet wurde. Mit von der Partie war auch Bloggerfreund Tim Schlotfeldt, der ja bei Nitor für für die Weiterentwicklung des Geschäftsbereichs E-Learning verantwortlich ist. Auf dem Programm standen die Referate:
- Woher kommt das Wiki-Prinzip? – Was bringt es? (Tim Schlotfeldt)
- Erfahrungsbericht der Deutschen Werkstätten Hellerau (Matthias Wessel) und
- "Ein Tag mit Wiki" - Alltag und Technik (Marcel Zimmermann)
Die Referate waren in Summe eine gute Einführung in das Thema, vielen Dank dafür. Für mich sind in derlei Veranstaltungen immer die Fragen und Diskussionen am Anschluss an die Präsentationen besonders aufschlussreich. Ein paar Gedanken(splitter) zum Workshop:
- Einige der Teilnehmer taten sich sehr schwer damit, sich vom Kontrollbedürfnis zu verabschieden. Ein Wiki ist nun mal eine offene Plattform, auf der geschrieben, ergänzt, korrigiert wird und zwar ohne besondere Genehmigung. Das ist für manche offensichtlich schwer zu fassen. Mir sind hier sofort Analogien zur Open Space Technology eingefallen. Auch dort haben manche Schwierigkeiten, den Teilnehmern Selbstorganisation zuzutrauen.
- Besonders beim Vortrag von Matthias Wessel ist mir klar geworden, dass die Verwendung selbstgesteuerter Tools in manchen Unternehmenskulturen schwer denkbar ist. M.E. macht nur eine offene Unernehmenskultur den Einsatz von Wikis möglich, nicht umgekehrt. Nicht umsonst kamen die meisten skeptischen Fragen von Teilnehmern aus dem Behördenbereich.
- Die technische Entwicklung eilt offensichtlich der betrieblichen Praxis davon. Viele können mit Begriffen wie "RSS" wenig bis überhaupt nichts anfangen und sich eine Kommunkation jenseits des e-Mails offensichtlich gar nicht vorstellen. In diesem Zusammenhang ist mir sofort das einschlägige Posting von Harold Jarche eingefallen.
Wenn Sie eine anschauliche Einführung in Wikis im Unternehmen benötigen, dann sind Sie in diesem Workshop richtig. Ich bin mir sicher, dass er wiederholt wird. Und damit Sie kein e-Mail bemühen müssen, abonnieren Sie doch einfach Tims Blog (RSS).