Ein Wiki-Buch zum Herunterladen

Nicht zuletzt angeregt durch den Wiki-Workshop in Esslingen habe ich etwas über Literatur zum Thema recherchiert und bin fündig geworden. Das Buch "Wiki. Web Collaboration" von Ebersbach, Glaser und Heigl können Sie vollständig auf der Website des Springer-Verlags einsehen und sogar herunterladen. Kaufen können Sie es natürlich trotzdem, das macht das Lesen einfacher.

Wiki. Web Collaboration

Blogger-Gipfeltreffen in Ravensburg

Gestern traf ich meinen Ravensburger Blogger-Kollegen Michael Herrling im Café Central. Bislang kannten wir uns noch nicht und wenn ich etwas am Bloggen schätze, dann ist das die Möglichkeit, interessante Menschen kennen zu lernen. So auch hier. Michael betreibt das marktpraxis_blog und schreibt - nomen est omen - über alle Themenbereiche des Marketings. Wie bei Interessante Zeiten ist ab und zu auch eine Bemerkung zu lokalen Ereignissen dabei, wie z. B. der Hinweis auf das Barcamp Bodensee. Wir hatten einen netten Abend, haben uns über das Bloggen ausgetauscht, unsere Berufe und gemeinsame Bekannte. Martin Röll dürften die Ohren geklingelt haben. Warum Gipfeltreffen? Nun, mir ist kein weiteres Blog aus Ravensburg bekannt, in dem regelmäßig geschrieben wird. Es gibt zwar noch ein paar, aber die dümpeln eher passiv dahin. Schade eigentlich, denn ein bisschen Gegenöffentlichkeit dürfte dieser Stadt nicht schaden. Fortsetzung folgt.

Was mit einem Blog-Eintrag passiert

beschreibt Frank Rose von Wired in seinem Artikel "The Life Cycle of a Blog Post, From Servers to Spiders to Suits — to You". In einem interaktiven Diagramm können Sie den Weg eines Posts verfolgen. Interessant und spannend!

[via Presurfer]

Der Bürger als Feind

Viele meiner Freunde schmunzeln ja schon über mich wegen meiner vielleicht überkritischen Haltung zum Staat. Dennoch, ich bleibe dabei, der Staat betrachtet seine Bürger als Feinde. Und dies äußert sich nicht erst seit der Absicht, eine Vorratsdatenspeicherung einzuführen. Im Finanzbereich ist unser "Vater" schon lange dabei, die Überwachung lückenlos zu machen. Ein Beispiel hierfür liefert XPIDER, die Suchmaschine der Steuerfahnder. Aus der Produktbeschreibung auf der einschlägigen Website:

Xpider, der über einen intelligenten Web-Crawler verfügt, sammelt, analysiert und bewertet Informationen und eignet sich grundsätzlich für alle Arbeitsgebiete, in denen automatisiert intelligente Recherchen durchgeführt werden sollen.

Als einzige (!) Referenz ist das Bundeszentralamt für Steuern aufgeführt. Abgeordnete des Bundestages wollten nun wissen, was die Software genau macht. Auf die Antworten darf man gespannt sein.

[via @-web]

Das Ergebnis der Landtagswahlen

Die Zentralen für Desinformation vergessen in ihren Kreisdiagrammen in der Regel die Nichtwähler, wenn Sie über Wahlergebnisse berichten. Ich will das mit meinen bescheidenen Mitteln einmal nachholen. Alle Angaben ohne Gewähr (Ich hoffe, ich habe dennoch alles richtig gemacht). ;-)

Interessanterweise wird die Wahlbeteiligung in den Medien wenig bis gar nicht diskutiert. Die Leser mögen ihre Schlüsse selbst ziehen.

Quelle: ARD

Überleben in der Schule

Die Aufgabe der Schüler ist es nicht, zu lernen, sondern zu entkommen,

schreibt Werner Prüher in dem gleichnamigen Artikel auf seinem Blog. Der Artikel besticht durch seine systemische Sichtweise und den Hinweis auf ein interessantes Buch von 1964 (!): Aus schlauen Kindern werden Schüler … Von dem, was in der Schule verlernt wird. Und noch ein Zitat:

Wir müssen die Schüler nicht intelligent machen. Sie sind mit Intelligenz geboren. Wir müssen bloß die Dinge unterlassen, die sie dumm machen.

Das sitzt und passt!

Aus schlauen Kindern werden Schüler ... Von dem, was in der Schule verlernt wird.

Frustabbau im Büro

Mark Buzinkay zeigt auf seinem MBI-Blog ein Video mit Szenen, in denen Angestellte im Büro ausrasten und allerlei Zerstörungen anrichten. Kein Zweifel, da kann man den einen oder anderen Lacher nicht unterdrücken. Allerdings blieben die mir auch im Halse stecken, denn ich frage mich: Sind diese Filmaufnahmen echt oder gestellt?

Ich denke, wenn Menschen tatsächlich in derartigen Kaninchenställen arbeiten müssen, braucht man sich über Aggressionen nicht zu wundern. In einigen Szenen ist auch Gewalt gegen Mitmenschen zu sehen. Wann wird die Grenze von der Gewalt gegen Sachen zur Gewalt gegen Menschen überschritten? Wie groß muss der Frust sein, dass so etwas passiert? Damit es nicht so weit kommt, hilft Vorbeugung, wie z. B. beschrieben in einer Linksammlung des bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit: Präventionsnetzwerk "Gewalt am Arbeitsplatz".

BTW: Gibt es derartige "Büros" denn tatsächlich (noch)?  

Was Sie schon immer über Psychologie wissen wollten

Die Website von Werner Stangl verblüfft mich immer wieder. Wann hat dieser Mann angefangen, seinen riesigen Fundus an Wissen aufzubauen und ins Netz zu stellen. So liest sich denn auch die Inhaltsangabe seiner "Arbeitsblätter" wie ein komplettes Webverzeichnis: Was Sie immer schon über Psychologie wissen wollten. Ach ja, ein Blog hat er auch. Der ideale Einstieg für weitere Recherchen. Nur mit der Technik scheint es zu hapern, einen Feed konnte ich nicht ausmachen.

Irland Inside Blog

Ich verreise gerne ins Ausland. Dort bin ich als Tourist mehr oder weniger willkommen. Mir ist jedoch klar, dass ich als solcher von der Lebenswirklichkeit eines Landes eher weniger mitbekomme. Wie auch? Aus diesem Grund suche ich mir immer Blogs, die das jeweilige Land aus der Innenperspektive beschreiben. Das Irland Inside Blog ist so ein Beispiel. Nun war ich seht geschockt, als der Betreiber ankündigte, sein Blog zu Gunsten eines Forums für Expats einzustellen. Ist ja schön und gut, vielleicht sogar verständlich, nur woher soll der Normalreisende dann interne Informationen herbekommen? Der Leserzuschriften gab es viele, ein Einsehen auch und nun behalten wir unser liebgewordenes Irlandblog: Neues Design, Neuigkeiten … Neustart. Danke dafür!

Workshop "Wikis in Unternehmen erfolgreich einführen"

Letzten Donnerstag nahm ich an einem Workshop zu o.a. Thema teil, der von der Firma Nitor in Esslingen veranstaltet wurde. Mit von der Partie war auch Bloggerfreund Tim Schlotfeldt, der ja bei Nitor für für die Weiterentwicklung des Geschäftsbereichs E-Learning verantwortlich ist. Auf dem Programm standen die Referate:

  1. Woher kommt das Wiki-Prinzip? – Was bringt es? (Tim Schlotfeldt)
  2. Erfahrungsbericht der Deutschen Werkstätten Hellerau (Matthias Wessel) und
  3. "Ein Tag mit Wiki" - Alltag und Technik (Marcel Zimmermann)

Die Referate waren in Summe eine gute Einführung in das Thema, vielen Dank dafür. Für mich sind in derlei Veranstaltungen immer die Fragen und Diskussionen am Anschluss an die Präsentationen besonders aufschlussreich. Ein paar Gedanken(splitter) zum Workshop:

  • Einige der Teilnehmer taten sich sehr schwer damit, sich vom Kontrollbedürfnis zu verabschieden. Ein Wiki ist nun mal eine offene Plattform, auf der geschrieben, ergänzt, korrigiert wird und zwar ohne besondere Genehmigung. Das ist für manche offensichtlich schwer zu fassen. Mir sind hier sofort Analogien zur Open Space Technology eingefallen. Auch dort haben manche Schwierigkeiten, den Teilnehmern Selbstorganisation zuzutrauen.
  • Besonders beim Vortrag von Matthias Wessel ist mir klar geworden, dass die Verwendung selbstgesteuerter Tools in manchen Unternehmenskulturen schwer denkbar ist. M.E. macht nur eine offene Unernehmenskultur den Einsatz von Wikis möglich, nicht umgekehrt. Nicht umsonst kamen die meisten skeptischen Fragen von Teilnehmern aus dem Behördenbereich.
  • Die technische Entwicklung eilt offensichtlich der betrieblichen Praxis davon. Viele können mit Begriffen wie "RSS" wenig bis überhaupt nichts anfangen und sich eine Kommunkation jenseits des e-Mails offensichtlich gar nicht vorstellen. In diesem Zusammenhang ist mir sofort das einschlägige Posting von Harold Jarche eingefallen.

Wenn Sie eine anschauliche Einführung in Wikis im Unternehmen benötigen, dann sind Sie in diesem Workshop richtig. Ich bin mir sicher, dass er wiederholt wird. Und damit Sie kein e-Mail bemühen müssen, abonnieren Sie doch einfach Tims Blog (RSS).

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