Die Idee ist bestechend, finde ich. Man zerlegt ein Produkt, ein Angebot, eine Dienstleistung in kleine Module, die man immer wieder nach Bedarf neu zusammensetzen kann. Warum so etwas nicht auch für die Schule, dachten sich die Macher von lernmodule.net. Zunächst richtete sich das Angebot in erster Linie an Lehrer, die entsprechende Sequenzen, Module eben, für ihren Unterricht herunterladen konnten. Mittlerweile wurde das Portal auch für Schüler geöffnet. Originalzitat:
Bisher war das Angebot vor allem auf Lehrer zugeschnitten, die Lernmodule in ihrem Unterricht einsetzen. Da wir viele Anfragen von Eltern und Schülern bekamen, wird das Angebot nun so umgestaltet, dass Schüler sehr viel einfacher darauf zugreifen können.
Vielleicht ist das so, vielleicht sind die Betreiber der Website auch nur höflich und verschweigen, dass das Angebot von Lehrern nicht so genutzt wurde wie erhofft. Zugegeben, das ist reine Spekulation von mir. Ich spekuliere aber nicht ohne Grund. Ein Artikel von Werner Prüher, dem Betreiber des hervorragenden Blogs “Lernen heute”, beschreibt das Kernproblem dieser Datenbanken: Wenn Lehrer zusammenarbeiten …. Während meiner Schulzeit kam uns der “Lehrkörper” immer vor wie ein Monolith in der Brandung. Mittlerweile weiß ich, dass das nicht stimmt. Vielmehr sind Lehrer in der Regel Einzelkämpfer nach dem Prinzip “Jeder für sich und Gott gegen alle”. Meines Erachtens auch ein Mosaikstein zu dem traurigen Bild, das unser Schulsystem abgibt. Wie erleben Sie das?