Magische Orte

Manchmal habe ich das große Glück und komme an Orte, die ich “magisch” nenne. Das sind Orte, wo imeine Augen sich niht sattsehen können, wo ich mich beim Verlassen immer wieder umdrehen muss, damit sich ja alles ins Gedächtnis einprägt. So etwas kann ein Eisberg sein, der in patagonien vor einem Kiesstrand lag, ich erinnere mich auch noch gut daran, als ich zum ersten Mal den Campo von Siena sah. Aber man muss nicht immer weit fahren: Auch der Aussichtspunkt auf dem Tettnanger Hopfenpfad ist ein “Magic Place”.
Heute habe ich wieder einen entdeckt. Auf der Wanderung auf dem Coast Trail Richtung Baker Beach gab es einen atemberaubenden Blick auf die Golden Gate Bridge.

Golden Gate Bridge

Vorbereitung auf den Festzug

So alt bin ich noch nicht, dass ich nicht manchmal staune wie ein Kind. Ich sitze hier in San Francisco und dachte mir nach dem Verzehr eines schmackhaften Hamburgers, geh mal ins Internet und schau mal, wie weit die daheim mir der Vorberitung des Rutenfest-Festzugs sind. Und tatsächlich, es tut sich was, wie die Webcams zeigen (Marienplatz und Bachstrasse). Toll, diese Technik! Nur, dass am Rutenmintag vor dem Festzug ausgerechnet die Webcam der Marktsstraße außer Betrieb ist, ist kein Ruhmesblatt. Ausgerechnet die… :-(
Wie dem auch sei, ich wünsche den Ravensburgern aus dem kalten (!) San Francisco weiterhin ein schönes Fest.

Was tun bei Streik?

Ich will ja gar nicht mosern. Es ist nunmal so, dass der Streik zu legitimen Mitteln der Arbeitnehmer gehört, tarifliche Forderungen durchzusetzen. Ab Samstag in acht Tagen wird also bei der Lufthansa gestreikt. Jetzt interessiert mich natürlich, was als Fluggast auf mich zukommt. Verspätungen, Ausfälle und wenn ja, wie geht man damit um? Ich weiß nicht, wer dem Fluggast da mit Rat und Tat zur Seite steht, die Streithähne auf jeden Fall nicht. Auf der Website der Lufthansa steht überhaupt nichts. Wenn Sie anrufen, sagt Ihnen sogleich die Stimme in der Warteschlange, dass keinerlei Info zum Streik gegeben werden kann. Also wechseln wir die Seiten und schauen einmal bei ver.di. Klar, da steht ein kurzer Artikel zur Urabstimmung im Stile von “alle Räder stehen still, wenn es unser Arm nicht will”. Der Fluggast kommt in den Gedanken der Gewerkschaft nicht einmal ansatzweise vor. Dabei wäre die Ansprache der Fluggäste mit einem entsprechenden Informationsservice die Gelegenheit, für Solidarität zu werben. Offensichtlich sind die Funktionäre daran eher weniger interessiert. Bleibt noch die neutrale Seite, das Luftfahrtbundesamt. Wenn Sie in das Suchfeld “Streik” eingeben, erhalten Sie ein interessantes Ergebnis: Sie können als Luftfahrtunternehmen (!) herunterladen ein “Formblatt “Außergewöhnliche Umstände” für den Nachweis von außergewöhnlichen Umständen bei der Flugannulierung”. Der Zweck:

Bei der Annullierung eines Fluges können Sie sich als ausführendes Luftfahrtunternehmen nach Artikel 5 Abs. 3 der Verordnung (EG) Nr. 261/2004 von der Verpflichtung befreien, Ausgleichsleistungen
(Artikel 7 der Verordnung) an die Fluggäste zu erbringen, wenn Sie dem Luftfahrt-Bundesamt (LBA) nachweisen, dass die Annullierung auf außergewöhnliche Umstände zurückgeht, die sich
auch dann nicht hätten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren Maßnahmen durch Ihr Unternehmen ergriffen worden wären.

Ein außergewöhnlicher Umstand ist “Streik, der Flugbetrieb beeinträchtigte”. Vom Fluggast auch hier keine Spur.

Fazit: In manchen Situationen ist in Deutschland der Kunde eben nach wie vor der A… .

Methoden zur Usability

Gestern habe ich meinen neuen mp3-Player in Empfang nehmen können. Ein schönes praktisches und vor allem kleines Teil. Dennoch ist das Bessere immer der Feind des Guten. Es gäbe einige Anmerkungen zur Verbesserung der Gebrauchsfähigkeit zu machen. Usability nennen das unsere amerikanischen Freunde. Auf usability.net gibt es eine Übersichtstabelle, welche Methoden der systematischen Verbesserung der Usability dienen. Jede Methode ist mit einem kurzen Steckbrief zu Einsatzmöglichkeiten und Durchführung versehen. Die Tabelle sollte man gleich mal den Machern der deutschen Universitätswebsites schicken, damit sie wissen “wo der Bartel den Moscht holt”.

Kreativität als Kulturtechnik

Einen festen Platz unter meinen Lieblingsblogs ist “Lernen heute” von Werner Prüher. Wieder einmal lesens- und nachdenkenswert ist sein Beitrag über Kreativität bei der Internetsuche: Kreativität als Kulturtechnik für Google. Prüher beschreibt, wie man mit einfachen Tricks die Erfolgsquote bei der Suche erheblich steigern kann. Und nein, das hat nichts mit dem Umgang mit der Suchmaschine zu tun, sondern eher mit dem intelligenten Umgang mit Sprache. Mehr davon!

Von der Theorie zur Praxis: Lernmodelle

Von Kurt Lewin wissen wir, dass es nichts Praktischeres gibt wie eine gute Theorie. Das haben sich auch Greg Kearsley und veröffentlichte die Theory Into Practice Database. Sie finden hier kurze Abrisse von rund 50 Lehr- und Lerntheorien. Wenn Sie es lieber in Deutsch möchten, dann empfehle ich Ihnen die einschlägige Website der Universität Duisburg-Essen. Sie können hier Lernpsychologie online lernen.

Die Bibliothek der SoL

Die Society for Organizational Learning (SoL) wurde 1997 von Peter Senge gegründet, um die Idee des Lernens von und in Organisationen weiter zu untersuchen und voranzutreiben. Die SoL hat auch eine kleine, aber feine Bibliothek, in der Sie einschlägige Artikel herunterladen oder zumindest nachlesen können. Ich empfehle Ihnen besonders den Artikel von Edgar H. Schein: Kurt Lewin’s Change Theory in the Field and in the Classroom.

Dialoge zur Führung

Nein, ich weiß immer noch nicht, wie ich “Leadership” richtig übersetzen soll. Wie auch immer, Dialog on Leadership heißt eine Website, die von McKinsey und SoL (welche Allianz!) gesponsert wird. Der Name ist Programm: Namhafte Persönlichkeiten äußern sich zum Begriff der “Führung”. Was mich ein bisschen stutzig macht: Führungskräfte sind eher wenig darunter. *nachdenklich die Stirn runzel*

Werkzeugkästen für Training und Weiterbildung

Immer wieder fragen mich Teilnehmer erstaunt, woher die vielen Spiele, Experimente und Gruppenübungen für Workshops und Seminare herkommen. Nun, zum einen gibt es einschlägige Literatur, zum anderen kann man sich im Internet informieren. Hier eine kleine Auswahl ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

ach ja, und hier noch eine Linkliste:

Wenn Sie weitere interessante Links kennen, hinterlassen Sie doch bitte einen Kommentar.

Leere in der Lehre?

Habe ich mir es doch gedacht. Bei dem ganzen Gedöns um die Exzellenzinitiative springt nichts, aber auch gar nichts für die Lehre heraus. Und das vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels in diesem unseren Lande. Immerhin ist dies mittlerweile auch beim deutschen Wissenschaftsrat angekommen: Wissenschaftsrat rügt Vorlesungsniveau. Ich kann das aus eigener Erfahrung nur bestätigen, Ausnahmen bestätigen die Regel. Wie es anders geht, zeigen die Professoren aus dem angloamerikanischen Raum. Spannende Vorlesungen zu halten gilt dort als Ehrensache. Im Übrigen: Auch in den deutschen Gymnasien sollte endlich mal das Lehren gelehrt werden.

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