Podcast über Carl Rogers

Carl Rogers gilt als ein herausragender Vertreter der humanistischen Psychologie und ist der Vater der Gesprächspsychotherapie. Der Südwestrundfunk hat über diese Therapieform und seinen prominenten deutschen Vertreter Reinhard Tausch eine Sendung gemacht (mp3-Datei). Wenn Sie lieber etws fürs Auge wollen, dann schauen Sie das Video:

 

100 Fragen (2): Orte und Freundlichkeit

Neulich war ich ja in Kalifornien. Dort fällt auf, dass es nahezu keine Möglichkeit gibt, einem netten Lächeln zu entgehen. Egal ob im Bus, im Hotel oder im Fastfood-Restaurant, die Freundlichkeit ist überall präsent, selbst Jogger, die einem begegnen, finden trotz Atemnot Zeit für ein kurzes "Hi". Der Kulturschock sitzt dann umso tiefer, wenn man im Frankfurter Flughafen ein belegtes Brötchen kaufen will. Die beliebteste Geste bei uns scheint das genervte Verdrehen der Augen zu sein. Ich habe am Frankfurter Flughafen die Dame am Imbissstand auf Ihre Mimik angesprochen. Sie meinte: "Heute ist das eben so, ich bin hier seit sechs Stunden im Einsatz." Nun ist ja allgemein bekannt, dass die Dienstleistungsjobs in den USA auch nicht gerade ein Zuckerschlecken sind. Daher meine Frage:

Warum gibt es solche Unterschiede im Umgang miteinander?

Ich hoffe besonders auf Antworten meiner Kollegen, die sich mit interkulturellen Dingen besonders gut auskennen
(Mary, Terese, Irina, Thomas, Ihr seid gemeint… ;-) ).

Wie Sie auf Konferenzen Eindruck schinden

Nun gut, zumindest auf Konferenzen von Organisationsberatern, bei anderen Kongressen kenne ich mich nicht so gut aus.
Sie müssen in einem Workshop oder während einer Kleingruppenarbeit den Moment abwarten, wo es um Erfahrungsaustausch geht. In der Regel werden zu diesem Zweck Geschichten erzählt. "Story-telling" heißt der Fachausdruck. Ideal ist es, wenn Sie von einem Kollegen dazu aufgefordert werden, etwas zu erzählen. Sind Sie dann an der Reihe, gehen Sie in folgenden Schritten vor:

  1. Sie denken einen Moment nach. Dann sagen Sie: "Ich habe mal für ein großes Unternehmen gearbeitet". Wichtig ist durchblicken zu lassen, dass es ein Global Player war. Ob Profit- oder Non-Profit-Unternehmen, spielt keine Rolle. Ideal wäre noch eine in westliche Augen möglichst exotische Umgebung: "..in Laos, Mali" o.ä. Der Ort kann auch durch ein interessantes Arbeitsgebiet ersetzt werden ("in der Raumfahrttechnik"). Soviel zum Kontext.
  2. Nun erzählen Sie weiter: "Der dortige Manager fragte mich…". Wichtig ist, dass der Manager möglichst hoch angesiedelt ist, CEO oder so etwas. Am besten tun Sie so, als könnten Sie sich gar nicht mehr genau erinnern, welche Position der Fragende innehatte ("irgendwas Höheres"). Das unterstreicht, dass Ihnen Hierarchien eigentlich völlig wurscht sind. Beachten Sie auch, dass der Fragende etwas naiv in Dingen des Change-Managements rüberkommen sollte. Dieser Schritt ist für den Rapport zu Ihren zuhörenden Kollegen wichtig, denn so etwas hatte jeder schon einmal in seiner Beratungspraxis.
  3. Sie fahren fort: "Ich sagte ihm darauf…". Und jetzt sollte eine tiefe Weisheit kommen, etwas in Stein Gemeißeltes. Wenn Ihnen partout nichts eigenes einfällt, nehmen Sie Anleihen bei Einstein, Gandhi, Martin Luther King oder meinetwegen bei Kurt Lewin. Die Antwort muss Ihre ganze Weisheit als Berater untermauern. Erklären Sie die Antwort für allgemeingültig.
  4. Nun schauen Sie in die Runde Ihrer Zuhörer (Blickkontakt!) und nehmen wohlwollend den verbalen oder nonverbalen Beifall Ihrer Kollegen auf. Nichts mehr sagen jetzt, die andächtige Stille wirken lassen. Beteiligen Sie sich auch möglichst wenig an der anschließenden Diskussion, Sie müssten dazu nämlich wieder von Ihrem Podest herunter.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie gut das funktioniert. Demnächst erstelle ich mal ein Bullshit-Bingo für Organisationsentwickler.

Psychologie der Mitarbeiterbeurteilung

Auch wieder so ein Thema, das in der Theorie einfach und schlüssig ist, in der Praxis aber seine Tücken aufweist. Wir reden von der Mitarbeiterbeurteilung. Es stellen sich viele Fragen hinsichtlich der Eigenschaften, die zu beurteilen sind, des Maßstabs, der Betrachtungsweise, der Transparenz usw. usf. Und schließlich sollten wir nicht vergessen, dass der Beurteilende eine ganze Menge mehr oder weniger freiwillig über sich selbst aussagt. Das Lernprogramm "Psychologie der Mitabeiterbeurteilung" richtet sich infolgedessen "an alle, die über ihr eigenes soziales Urteilsverhalten nachdenken wollen". Und das sollte man unbedingt tun, bevor man zur Beurteilung seiner Mitmenschen, die dazu noch im Abhängigkeitsverhältnis stehen, schreitet.

Benzin-Cartoons

Karikaturen zum Thema dieser Tage, gesehen bei Ken Smith.

Viktor Frankl im Podcast

Viktor Frankl ist sicher einer der einflussreichsten psychologischen Denker des letzten Jahrhunderts. Die Suche nach Sinn steht im Mittelpunkt seiner bahnbrechenden Logotherapie. SWR2 würdigt Leben und Werk in einem Podcast: SWR2 Leben: Der Sinnsucher (mp3).

Die Suchmaschine zur Psychologie

Ich wußte bis heute auch noch nicht, dass es so etwas gibt: Eine Suchmaschine für psychologische Themen. Sie heißt PsychSpider und stammt aus der Werkstatt des Zentrums für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID). Zur Benutzung der Suchmaschine gibt es eine ausführliche Hilfedatei und sogar ein online-Tutorial. Wenn Sie Verzeichnisse bevorzugen, dann können Sie auch im bei PsychLinker suchen, wo eine große Zahl einschlägiger Links gelistet ist. BTW: Es lohnt sich, die Website des ZPID näher zu betrachten. Es gibt neben den o.a. Seiten auch noch andere interessante Dinge zu entdecken.

Tests für die Persönlichkeit

Ich weiß nicht immer so recht, was ich von derartigen Tests halten soll. Dennoch erwische ich mich immer wieder dabei, wie ich während des Wartens beim Arzt und beim Friseur im Geiste diese Tests mache, die in Fachzeitschriften wie "Brigitte", "Bunte" usw. zu finden sind. Vielleicht sind die Persönlichkeitstests, die auf SimilarMinds gesammelt sind, seriöser. Ich weiß es nicht, aber sie können es ja einmal ausprobieren. Sie finden um die einhundert Tests zu Themen wie Enneagramm, Intelligenz oder Lernstil. Nehmen Sie das Ganze aber nicht allzu ernst.

100 Fragen (1): Das Reißverschlußverfahren

Angeregt durch den großen Leonardo da Vinci und eine Reihe in Spiegel-online möchte ich hier in loser Folge einige Fragen stellen, die ich mir auch nach längerem Nachdenken nicht beantworten kann.

Gestern habe ich meine Tochter auf die Memminger Gartenwirtschaft mit Landeerlaubnis auf den Allgäu-Airport nach Memmingen gefahren. Um Wangen herum gibt es eine Baustelle, auf der sich die Straße von zwei Spuren auf eine verengt. Klar, hier ist das Reißverschlußverfahren angesagt, wie es in geschrieben steht in StVO §7, Abs.4:

Ist auf Straßen mit mehreren Fahrstreifen für eine Richtung das durchgehende Befahren eines Fahrstreifens nicht möglich oder endet ein Fahrstreifen, so ist den am Weiterfahren gehinderten Fahrzeugen der Übergang auf den benachbarten Fahrstreifen in der Weise zu ermöglichen, daß sich diese Fahrzeuge unmittelbar vor Beginn der Verengung jeweils im Wechsel nach einem auf dem durchgehenden Fahrstreifen fahrenden Fahrzeug einordnen können (Reißverschlußverfahren).

Bei anderen Völkern gibt es für eine solche Selbstverständlichkeit wahrscheinlich gar keine Vorschrift. Bei uns gibt es eine. Und nun meine Frage:

Warum funktioniert das trotzdem so gut wie nie?

Warum wechseln viele Zeitgenossen schon 400 Meter vor der Engstelle die Fahrbahn? Warum lassen an der Engstelle manche Menschen andere Fahrer nicht einfädeln trotz Blinkens? Kann mir das jemand erklären?

Tests zur Studienwahl im Internet

Nochmal Studium, hier zur Studienwahl. Bei WDR5 gab es kürzlich beim Ratgeber Service Bildung eine Sendung "Studienwahl per Selbsttest im Internet" (mp3-Datei). Vorgestellt werden einige Tests zur Studienwahl, die im Internet allgmein zugänglich sind. Die in der Sendung erwähnten Links finden Sie in einem gesonderten Informationsblatt (pdf-Datei). Für eine erste Orientierung sicherlich hilfreich.

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