Angeregt durch den großen Leonardo da Vinci und eine Reihe in Spiegel-online möchte ich hier in loser Folge einige Fragen stellen, die ich mir auch nach längerem Nachdenken nicht beantworten kann.
Gestern habe ich meine Tochter auf die Memminger Gartenwirtschaft mit Landeerlaubnis auf den Allgäu-Airport nach Memmingen gefahren. Um Wangen herum gibt es eine Baustelle, auf der sich die Straße von zwei Spuren auf eine verengt. Klar, hier ist das Reißverschlußverfahren angesagt, wie es in geschrieben steht in StVO §7, Abs.4:
Ist auf Straßen mit mehreren Fahrstreifen für eine Richtung das durchgehende Befahren eines Fahrstreifens nicht möglich oder endet ein Fahrstreifen, so ist den am Weiterfahren gehinderten Fahrzeugen der Übergang auf den benachbarten Fahrstreifen in der Weise zu ermöglichen, daß sich diese Fahrzeuge unmittelbar vor Beginn der Verengung jeweils im Wechsel nach einem auf dem durchgehenden Fahrstreifen fahrenden Fahrzeug einordnen können (Reißverschlußverfahren).
Bei anderen Völkern gibt es für eine solche Selbstverständlichkeit wahrscheinlich gar keine Vorschrift. Bei uns gibt es eine. Und nun meine Frage:
Warum funktioniert das trotzdem so gut wie nie?
Warum wechseln viele Zeitgenossen schon 400 Meter vor der Engstelle die Fahrbahn? Warum lassen an der Engstelle manche Menschen andere Fahrer nicht einfädeln trotz Blinkens? Kann mir das jemand erklären?