31.3.2009
Mitarbeiter entlassen - Wie macht man das eigentlich?
Heute wurde wieder über steigende Arbeitslosenzahlen spekuliert, eine schlechte Prognose jagt die andere. Was oft in den Nachrichten zu kurz kommt: Hinter den nackten Zahlen verbergen sich Einzelschicksale, verbergen sich Gesichter. Arbeitslose hatten einmal Arbeit, bevor sie sie verloren. Und eigentlich “verliert” man Arbeit auch nicht, sondern man wird entlassen. In den Nachrichten heißt es immer “Firma XY entlässt” soundso viel Mitarbeiter. Das ist auch nur die halbe Wahrheit, denn es sind Menschen, die die schlechte Botschaft überbringen müssen. Und oft genug sind dies andere als die, die über die Entlassungen entschieden haben.
Obwohl Entlassungen tagtäglich vorgenommen werden, werden Sie wenig in der Literatur über Mitarbeitergespräche darüber finden. Eine Frage, die unter die Haut geht: Wie führt man Trennungsgespräche so, dass man als Chef hinterher noch in den Spiegel schauen kann? Geht so etwas mit “Anstand” und wenn ja, wie? Klar, der Focus der Aufmerksamkeit liegt in der Regel auf der Befindlichkeit der Entlassenen, ich weiss aber von vielen Führungskräften, denen es gewaltig an die Nieren geht, wenn sie Mitarbeiter “abbauen” müssen.
Joe Falconer von Lifehack nimmt sich des Themas an: How to Fire Someone. Er schreibt:
Management is pretty easy for me, but I remember that one thing that got me at first was letting people go. It was hard, it sucked, and at first, I lost sleep over it. I am not the kind of guy who likes to displease people. For the record, it is still hard, it still sucks, and yeah, sometimes I still lose sleep over it.
Seine Hinweise fallen kurz aus, sind aber nachdenkenswert. Wie kommen Sie bei dieser unangenehmen Aufgabe über die Runden?
Geschrieben von Stephan um 21:28 unter Coaching, Management und Führung, Organisationsberatung
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