Ein Vortrag in Schweden

Manchmal weiß ich schon, warum ich meinen Beruf liebe. Zum Beispiel, wenn ich nach Örsundsbro eingeladen werde um dort einen Vortrag zum Thema “GTD und Knowledge Work” zu halten. Ich gestehe ich hätte dort ruhig ein paar Tage länger verbringen können. Hier ein paar Impressionen…


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Die Lebenszyklus eines “Hypes”

Zufall. Heute habe ich einen interessanten Artikel von Rolf Katzenberger gelesen. Neben dem eigentlichen Inhalt fand ich einen Hinweis von Rolf in einem der Kommentare be-merkenswert:

Der aktuelle Hype um GTD verführt leider manche dazu, das Buch gar nicht bzw. nur im Schnelldurchgang zu lesen und sich gleich ins “Customizing” zu stürzen. Dann wird vieles als “GTD” verkauft, was in Wirklichkeit nur Halbverdautes / Selbstgebasteltes ist. Kann gut sein, dass ich nach der “reinen Lehre” schürfe, weil mich das stört. Letztlich wird auch GTD unausweichlich zum Fall für die Gartner-Kurve (http://de.wikipedia.org/wiki/Hype-Zyklus)…

Ich kannte die Gartner-Kurve noch nicht, nach so etwas habe ich aber schon lange gesucht.  Auf diesem Blog habe ich mir einmal zu Hypes in der Beratung Gedanken gemacht: Lebenszyklen in der Beratung. Deren Lebenszyklen scheinen der gleichen Gesetzmäßigkeit zu folgen. BTW: Beim GTD Summit in San Francisco sind mir ähnliche Dinge durch den Kopf gegangen wie Rolf. Vielleicht ist der Zenit bei GTD schon überschritten. Dann können wir endlich seriöse Arbeit machen.


Unternehmertum in Zeiten der Rezession

In Zeiten wie diesen ist es sicher sehr mutig, sich als Unternehmer auf den Weg zu machen, besonders wenn man an die mangelnde Motivation der Banken denkt, Start-ups zu begleiten. Schwierig ist die Neugründung vielleicht, aber nicht unmöglich, meinen die Autoren der Artikelserie Entrepreneurship in a Recession. Viele der Artikel beschäftigen sich mit der Problematik der selbstständigen Arbeit von zuhause aus. Eine Menge Hinweise, die auch für mich “alten Hasen” überaus interessant sind, z. B.:

Das ist nur meine subjektive Auswahl, es erwartet Sie mit mehr als einem Dutzend weiterer Artikel spannender Lesestoff.


Links zu den Büchern von Peter Senge

Eines der Bücher, die mich während meines zweiten Lebens als Organisationsberater am meisten inspiriert haben, ist das “Fieldbook zur 5. Disziplin” von Peter Senge. Es hat seine Fortsetzung gefunden in “The Dance of Change”. In beiden Werken findet der Change Agent, wie es neudeutsch heißt, ein Vielzahl von Anregungen und praktischen Übungen. Auf der Website zum Fieldbook gibt es im übrigen eine Linksammlung mit den in den Büchern zitierten Quellen. Die Links dürften auch dann interessant sein, wenn Sie die Bücher noch nicht gelesen haben:

Für mich sind beide Bücher, insbesondere aber das Fieldbook, ein absolutes Muss.


Karte der Komplexitätsforschung

Aus dem Artikel der englischsprachigen Wikipedia über “Complexity“. Muss mal gezeigt werden, finde ich.

Zugabe

Nach einem, wie ich fand, unsäglichen Konzert des Saxophonisten David Sanborn, bei dem ich früher gegangen war, habe ich mich während der Heimfahrt gefragt, wer eigentlich wem nach dem Konzert eine Zugabe gibt. Die herrschende Meinung ist ja die, dass der Künstler dem Publikum eine Zugabe gibt. Er arbeitet für die gleiche Gage länger und tut damit dem Auditorium einen Gefallen. Ich finde, man kann es auch umgekehrt sehen: Der Künstler ist so gut, dass ich ihm ohne Reue meine kostbare Zeit opfere. Er gibt also nicht mir eine Zugabe, sondern ich ihm. Eine Konzertkritik würde dann schließen: “Der Auftritt war brillant, das Publikum gab dem Künstler drei Zugaben.” Nun gut, ich gebe zu, der Gedanke ist etwas schräg, aber ab und zu soll Querdenken ja nicht schaden.

Surviving The World macht sich seine eigenen Gedanken dazu: Encores. Wo nimmt der Mann die vielen Einfällen her? :-)

Was ist Management?

Der von mir sehr geschätzte Vorarlberger Kollege Stefan Hagen rezensierte kürzlich auf seinem Projektmanagement-Blog ein Buch von Fredmund Malik: Was ist Management? Stefan ist bekennender Malik-Fan, ich bin es eher nicht. Ich glaube mehr an die Kybernetik 2. Ordnung. Wie auch immer, in der Zwischenzeit war der Beitrag Anlass für eine umfassende Diskussion zum Thema. Der Thread ist äußerst lesenswert.

Ich selbst nähere mich dem Thema gerne durch Abgrenzung und folge amerikanischen Autoren, die zwischen “Management” und “Leadership” unterscheiden. Hier gibts ein paar Informationen dazu:

Und wenn ich jetzt ein Fazit ziehen sollte? M. E. wird in Deutschland zuwenig geführt (Leadership) und zuviel gemanaged.

Peggy Holman über Open Space Technology

Vor etwa einem Jahr hatte ich das Vergnügen, von Jim Rough in seine Dynamic Facilitation Methode eingeführt zu werden. Was ich nicht wußte: Er produziert regelmäßig Videos zu Themen der Selbstorganisation im Veränderungsmanagement. Diesmal hat er ein Interview mit Peggy Holman über die Open Space Technology geführt. Peggy habe 1999 auf dem Future Search Learning Workshop in Potsdam kennen gelernt. Wir hatten dort ein tiefes Gespräch bis zum frühen Morgen. Die Unterhaltung werde ich nie vergessen, sie hat mich nachhaltig beeindruckt.

BTW: Peggy ist Coautorin des Change Handbooks, das in die Sammlung aller gehört, die sich mit Change beschäftigen.

[via Holger Nauheimer]