15.8.2005
Praxistipps für die Arbeit zuhause
Marcel Widmer hat auf seinem Jobblog Tipps für die Leute veröffentlicht, die ihr Büro zuhause haben, also für Leute wie mich zum Beispiel. Ich habe mit Erschrecken festgestellt, dass ich ich mich an viele Tipps nicht halte und dennoch angemessen erfolgreich bin. ![]()
Hier die Tipps mit Kommentaren meinerseits:
Beginnen Sie Ihren Arbeitstag mit einer Aufgabe, die einfach ist, Spass macht oder Sie besonders interessiert. Das hilft Ihnen, Schwung für den ganzen Tag zu holen.
So isses. Ich beginne meinen Arbeitstag auch gerne mit Routinearbeiten. Auf die Weise komme ich auf Drehzahl.
Halten Sie sich wann immer möglich an einen geregelten Tagesablauf. Gestalten Sie Ihren Arbeitstag so, wie Sie einen “normalen” Job in einem Unternehmen hätten.
Das sehe ich nicht so. Dem ersten Satz stimme ich zu, man sollte einen geregelten Tagesablauf haben. Dem zweiten Satz vermag ich nicht zu folgen. Ich ziehe zum Beispiel eine ausgedehnte Mittagspause vor und lege mich abends noch einmal ins Zeug. Im Betrieb nimmt auf meinen Biorhytmus niemand Rücksicht.
Setzen Sie sich Termine und halten Sie sich daran. Auch dann, wenn diese gar nicht nötig wären. Planen Sie Ihre Woche und setzen Sie sich Wochenziele.
Ach ja, das Zeit- und Zielmanagement. Dem stimme ich zwar grundsätzlich zu. Aber auch dann Fristen zu setzen, wenn sie gar nicht nötig wären, gehört für mich zum Antreiber “Mach schnell”.
Irgendwann geht auch Ihr Arbeitstag zu Ende - machen Sie Feierabend. Versuchen Sie, sich dabei an fixe Zeiten zu halten. Achten Sie auf eine ausgewogene Balance zwischen Arbeits- und Freizeit.
Feierabend machen ist wichtig, keine Frage. Die Balance zwischen Freizeit und Arbeit auch. Aber ich halte mich nicht an fixe Zeiten.
Sorgen Sie dafür, dass Sie auch unter der Woche Zeit mit Ihrer Familie und Ihren Freunden verbringen. Gönnen Sie sich das Wochenende.
Die gemeinsame Zeit mit Familie und Freunden ist sehr wichtig. Und es ist schön, unter der Woche bei schönem Wetter einmal nichts zu tun und dafür am Wochenende zu arbeiten, wenn es Mistgabeln regnet.
Beseitigen bzw. vermeiden Sie Ablenkungen. Sorgen Sie dafür, dass auf Ihrem Pult nur das liegt, was Sie für die aktuelle Aufgabe benötigen.
Stimmt. Standard aus den Zeitmanagementlehrbüchern á la Seiwert.
Trennen Sie Arbeits- und Wohnbereich. Das gilt auch für das Telefon und wenn möglich den Computer.
Ich stimme zu.
Vereinbaren Sie Spielregeln mit Ihrer Familie - so kann z.B. eine geschlossene Bürotür bedeuten: “Jetzt bitte nicht stören.”
Kopfnicken.
Kleiden Sie sich business-mässig, um business-mässig denken zu können. Im Pyjama werden Sie kaum erfolgreich geschäftliche Dinge erledigen können
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Na ja, ich weiss: Reich-Ranicki bindet sich auch immer den Schlipps um, wenn er am heimischen Schreibtisch Kritiken schreibt. Dennoch bin ich mir sicher, dass ich auf der Terrasse mit dem Notebook und in Freizeitkleidung auch schon gut gearbeitet habe. Verdammt gut sogar.
Pflegen Sie Ihr Netzwerk. Vor allem dann, wenn Sie keine Mitarbeiter haben, ist der Austausch mit anderen Menschen wichtig.
Das ist einer der wichtigsten Ratschläge übehaupt. Man muss aufpassen, dass man auf die Dauer nicht im eigenen Saft schmort. Da kann man auf manche Art tummeln: Berufsvereinigungen, Ehrenamt oder Netzwerke wie openBC, besonders wenn diese echte Treffen von Angesicht zu Angesicht bieten.
Bitten Sie Ihre Kunden um Feedback. Das hilft Ihnen, Fehler zu erkennen und hilft Ihnen, Ihr Angebot fortlaufend weiter zu entwickeln.
Richtig!
Machen Sie ab und zu einen Spaziergang, setzen Sie sich ans Seeufer, treffen Sie Leute zum Mittagessen. Egal was - Hauptsache, Sie gehen regelmässig raus.
So ist es!
Machen Sie Pausen. Stehen Sie zwischendurch auf, am besten jede Stunde für 5 Minuten. Gönnen Sie sich auch eine grössere Mittagspause - essen Sie z.B. zusammen mit Ihrer Familie.
Das Essen mit der Familie ist unverzichtbar. Wenn man soviel auf Reisen ist wie ich, muss man die fehlende Quantität mit Qualität kompensieren. Dafür sind “Rituale” wie gemeinsame Mahlzeiten sehr wichtig.
Wenn Sie einen schlechten Tag haben und es Ihnen nicht läuft, dann seien Sie nicht zu streng mit sich selbst. Machen Sie einfach einen halben Tag frei.
Das ist richtig. Selbstkasteiung hilft nicht weiter. Morgen beginnt ein neuer Tag! Das Schöne: Man kann immer von vorne starten.
Belohnen Sie sich, wenn Sie etwas Bedeutendes geschafft oder ein Projekt erfolgreich beendet haben.
Genau! Das kann eine Kleinigkeit sein, die besonders schön ist, wenn man sie vielleicht mit seinem Partner oder der Familie zusammen genießen kann.
Aufpassen! Es gilt, die Balance zwischen Selbstdisziplin und Freiheit zu halten. Ergänzend zu den Ausführungen von Marcel Widmer rate ich, eventuelle eigene Antreiber im Auge zu behalten.
Danke für die Tipps!
Geschrieben von Stephan um 22:52 unter Arbeitsmethoden
Ich auch
WLAN-mässig im Garten sitzen ist herrlich und gerade für kreatives Arbeiten ideal!
Und das mache ich ganz bestimmt nicht mit “Schlipps & Kragen”. Mir geht es bei diesem Tipp mehr um die Rituale, um von der “Privatwelt” in die “Businesswelt” zu wechseln.
Hm lustige Tipps, aber hab die mir mal ausgedruckt. Macht spass darin zu stöbern und als Klo Lektüre ist es sehr gut;)
[...] use parat. Stephan List hat sie aus seiner Sicht kommentiert. Da will ich mal nicht nachstehen ;-). 1. Beginnen Sie Ihren Arbeitstag mit einer Aufga [...]
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