“Getting Things Done” oder Organisation ist alles

heißt ein Artikel von Manuela Hoffmann, auf den Marcel Widmer in seinem Weblog hinweist. Manuela schreibt:

Als fleißiger Blogger und Blog-Leser wird man fast täglich mit neuen «Getting things done» Tipps und Tricks konfrontiert. Vieles liest sich spannend und logisch. Also wird es probiert. Anderes kann man gleich beim ersten Überfliegen abhaken. Was für den Einen toll funktioniert, geht bei dem Anderen gar nicht. Am hilfreichsten finde ich persönlich Erfahrungen, die andere gemacht haben. Dann kann ich selbst probieren, behalten oder verwerfen.

Das wäre doch mal was! Ein Austausch darüber, mit welchen Hilfsmitteln Kolleginnen und Kollegen Ihre Arbeit organisieren. Ich habe aus Manuelas Artikel eine Menge gelernt, besonders wichtig war für mich der Hinweis auf den Ultimate Tag Warrior (ob der bei der Namensgebung Pate gestanden hat?).

Wie auch immer, dann will ich mal starten:
Termine und Zeitplanung

Bislang habe ich noch kein Programm gesehen, das für mich den guten alten Lotus Organizer ersetzen könnte. Wichtigstes Ausstattungsmerkmal ist für mich der Jahresplaner, in dem ich mehrtägige Veranstaltungen als Balken eintragen und kategorisieren kann. Das ist wichtig, da mehrtägige Workshops, Seminare usw. für mich die Regel sind. Andere Planer- bzw. Kalenderprogramme haben eine derartige Jahresübersicht nicht, eine Ausnahme stellt der YearPlanner dar, den ich jedoch noch nicht ausprobiert habe.
Ein anderer Pluspunkt des Lotus Organizers: Eine einfache und völlig problemlose Synchronisation von Adressen mit meinem Mobiltelefon.
Zur Aufgabenplanung benutze ich das Programm MyLifeOrganized, dass sich vom Konzept her stark an der GTD-Methodik von David Allen orientiert. Ich möchte auf dieses Programm nicht mehr verzichten.

Bookmark-Verwaltung

del.icio.us konnte mich bis dato noch nicht überzeugen. Das scheint mir alles noch etwas instabil zu sein. Ich speichere meine Bookmarks lieber nach wie vor lokal auf meinem Rechner mit Hilfe von Linkman ab. Import und Export funktioniert tadellos, so dass auch ein Austausch mit webbasierter Software möglich ist. Ich erprobe gerade LookLater, das allerdings im Gegensatz zu del.icio.us auf die sozialen Komponenten verzichtet.

Gedanken, Pläne, Ideen und Wissen

Mind-Mapping und Concept-Mapping heißen die Mittel der Wahl für diese Aufgaben. Für ersteres benutze ich MindManager 2002 und OpenMind. Vom MindManager verabschiede ich mich derzeit, da die Weiterentwicklung des Programms an meinen Bedürfnissen vorbeigeht. OpenMind ist gerade in einer neuen Version erschienen, die die Darstellung von Timelines unterstützt. Das ist für mich sehr nützlich. Für das Concept-Mapping verwende ich Inspiration, ein Programm, das leicht und intuitiv zu bedienen ist.

Notizbücher

Für das Festhalten spontaner Einfälle greife ich auf das TiddlyWiki zurück. Zum Einstieg gibt es sogar eine deutsche Anleitung von Swen Schneider.
Für das Sammeln von Textabschnitten, Zitaten u. ä. hat sich für mich der Zettelkasten bewährt. Insbesondere die intelligente Verschlagwortung hat es mir angetan.
Notizen während Besprechungen usw. fertige ich ganz klassisch mit Kollegblock und Füllfederhalter an ;-).

Blogging

Zum Lesen diverser Newsfeeds benutze ich FeedDemon. Besonders praktisch finde ich die integrierte Downloadmöglichkeit von Podcasts via FeedStation. Meine Einträge schreibe ich derzeit mit Ecto. Allerdings haut mich das Programm nicht gerade vom Hocker, Formatierung und Verwaltung finde ich etwas umständlich. Hoffnung macht mir da das Firefox-Plugin Performancing, allerdings ist hier derzeit eine Bearbeitung des Zeitstempels noch nicht möglich.

“Das Bessere ist immer der Feind des Guten”, das gilt gerade auch für die Organisation der eigenen Arbeit. Vielen Dank an Manuela für den Anstoss, ich bin gespannt, was da noch alles so kommt. :-)

7 Kommentare zu ““Getting Things Done” oder Organisation ist alles”

  1. Januar 24th, 2006 | 20:11

    [...] Ein Artikel von mir, der beschreibt, wie ich mich organisiere (nicht mehr ganz aktuell). [...]

  2. Februar 8th, 2006 | 17:28

    [...] So, Dr. List hat gerufen, hier und hier und endlich komme ich dazu dem Aufruf zu antworten Mit Getting Things Done nach David Allen (GTD wie Insider sagen) beschäftige ich mich schon eine ganze Weile. Da ich zu den Menschen gehöre, die sich leicht verzetteln, weil sie permanent neues Zeug im Kopf haben, ist das für mich fast schon lebensnotwenig ein System zu haben. [...]

  3. Februar 8th, 2006 | 18:55

    [...] Auch ich will dem Aufruf von Stephan List Folge leisten und hier über mein persönliches GTD-System bloggen. [...]

  4. Mai 24th, 2006 | 9:22

    Ich benutze VIP Organizer (http://www.todolistsoft.com/). Es is sehr gut GTD software.

  5. erwin
    Juni 1st, 2008 | 11:20

    zu my life organized gibt es eine deutsche alternative das programm nennt sicch grips todo auch als freeware

  6. Juni 1st, 2008 | 12:30

    [...] habe ich in Interessante Zeiten einen Kommentar bekommen, auf dem ich auf das Programm Grips-ToDo hingewiesen werde. Damit das nicht im [...]

  7. erwin
    Juni 1st, 2008 | 13:13

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